Heller die Kassen nie klingeln: Christkind greift auch heuer tief in Geschenke-Taschen!
- Branche erwartet "sattes Umsatzplus" von 2,5 %
- Weiter Trend zu Freizeitgeschenken und Gutscheinen
Der Euro dürfte heuer zu Weihnachten bei den Österreichern sehr locker sitzen. Wie sich bereits im Vorjahr abzeichnete, ist das Angstsparen hierzulande vorbei. Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft erwartet das Consulting-Unternehmen RegioPlan daher ein "sattes Umsatzplus" von 2,5 Prozent gegenüber 2005. Und: Je früher es schneit, desto früher lässt das Christkind die Kassen klingeln.
Insgesamt werden die heimischen Händler heuer um einen Mehrumsatz von rund 1,6 Mrd. Euro rittern. Am meisten profitiert nach wie vor der Spielwarenhandel von der Konsumfreude zur Weihnachtszeit, dank Christkindl und Weihnachtsmann setzt man um 170 Prozent mehr um als in einem Durchschnittsmonat. Dicht dahinter liegt der Uhren- und Schmuckhandel mit einem Plus von 165 Prozent, gefolgt vom Buchhandel (+100 Prozent).
Weiter fortsetzen wird sich heuer der Trend zu "Genussgeschenken" wie Städte- oder Wellnessreisen, wenngleich Produktgeschenke unter dem Christbaum noch immer dominieren. Auch das Internet wird für den klassischen Einzelhandel zur immer größer werdenden Konkurrenz, vor allem im Buch- und Elektrohandel boomt das Online-Geschäft.
Der Handel kann zwar über steigende Umsätze zur Weihnachtszeit jubeln, doch langfristig geht der Trend in eine andere Richtung: Seit zehn Jahren geben die Österreicher praktisch gleich viel für Weihnachtsgeschenke aus, berücksichtigt man die Inflationsrate, sinken die Ausgaben sogar. Im Vorjahr waren die Umsätze im Weihnachtsgeschäft erstmals seit 2001 wieder gestiegen. Im Schnitt gaben die Österreicher mit 350 Euro pro Kopf um gut zwei Prozent mehr aus als im Jahr davor.
Auch der Zeitpunkt für die Weihnachtseinkäufe verlagert sich: Begann das große Weihnachtsgeschäft vor zehn Jahren noch im Oktober, konzentriert sich das Hauptgeschäft heute vorwiegend auf den Dezember.
(APA)
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