Wieder keine Einigung: Handels-KV-
Verhandlungen auf Donnerstag vertagt
- Unternehmer-Verhandler: "Hätten gerne finalisiert"
- GPA noch nicht zufrieden: "Angebot reicht nicht"
Die Kollektivvertragsverhandlungen (KV) im Handel wurden bei gutem Klima wieder unterbrochen und werden am kommenden Donnerstag fortgesetzt. Dies gaben der Arbeitgeber-Chef-Verhandler Alois Wichtl und Arbeitnehmer-Verhandler Manfred Wolf der APA bekannt. Der Handels-KV betrifft rund 450.000 Handelsangestellte und rund 100.000 Beschäftigte in verwandten Berufen.
Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Erhöhung der Gehälter um 2 Prozent, mindestens aber um 25 Euro plus eine Einmalzahlung von 40 Euro, geboten. "Wir hätten gerne finalisiert", so Wichtl zur APA.
"Dieses Angebot reicht nicht", betonte Wolf von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Insgesamt sei das Unternehmerangebot mit 2,2 Prozent zu bewerten. Das Verhältnis zu anderen Abschlüssen passe nicht. Im Vorjahr habe der Abstand zum Metallerabschluss 0,45 Prozentpunkte betragen, so Wolf. Damals einigten sich die Metaller auf eine Erhöhung der Ist- und der Mindestlöhne um 3,1 Prozent, der Handel erhielt ihm Vorjahr 2,65 Prozent. Heuer müsse der Abstand zu den Metallern noch geringer ausfallen, so Wolf, da es den Unternehmen deutlich besser gehe. Die Metaller einigten sich heuer auf eine Erhöhung der Ist- und Mindestlöhne um 2,6 Prozent plus einer Einmalzahlung von 100 Euro, die allerdings nur gezahlt werden muss, wenn das Unternehmen auf Ebit-Basis Gewinne macht. Seitens der Unternehmen wurde wiederholt betont, dass der Metallerabschluss keine Signalwirkung für den Handel habe.
Das Klima bei den Verhandlungen sei nach wie vor gut, betonten beide Verhandlungspartner und gehen davon aus, dass man in der kommenden Woche am Donnerstag oder am Freitag abschließen werde.
Der neue Kollektivvertrag tritt per 1. Jänner 2007 in Kraft und hat eine Laufzeit von einem Jahr.
(apa/red)
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