Montag, 6. November 2006

"Golden Handshake" für Flugbegleiter: Defizitäre AUA zahlt freiwillige Abfertigung

  • Sonderprämie soll AUA-Mitarbeitern Abgang versüßen

Die defizitären Austrian Airlines wollen einen Teil der rund 1.000 Mitarbeiter, die die Fluglinie einsparen will, durch Sonderzahlungen vom Unternehmen weg locken. Dabei sieht ein internes Papier vor, dass Flugbegleiter abhängig vom Alter und Dienstjahren eine zusätzliche freiwillige Abfertigung bekommen, sollten sie 2007 das Unternehmen verlassen.

Damit würde ein vor zehn Jahren in die AUA eingetretener 32- jähriger Flugbegleiter zu der im Kollektivvertrag vorgesehen Abfertigung von acht Monatsgehältern weitere 1,85 Entgelte erhalten, berichtet die Tageszeitung "Presse". Ein 55-jähriger Flugbegleiter mit 32 Dienstjahren würde elf Monatsentgelte zusätzlich bekommen, wenn das Dienstverhältnis einvernehmlich gelöst wird. Bewerben können sich die Flugbegleiter dafür bis Ende November.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen wie Post oder ÖBB wirkten diese Summen gering: Bei der Post wurden 50-Jährige mit 45 zusätzlichen Monatsgehältern abgebaut, die Bahn versüßte den Abgang mit einer Sonderprämie von durchschnittlich rund 25.000 Euro, heißt es weiter.

Bei der Pressestelle der AUA will man laut Bericht keine Auskünfte darüber geben, wie viele Interessenten man sich für das Angebot erwartet. Derzeit sei man noch am Verhandeln mit den Personalvertretern.

Austrian und Lauda Air beschäftigen 710 Piloten und 1.900 Flugbegleiter. Inklusive Bodenpersonal (2.400 Leute) hat die gesamte AUA-Gruppe (mit der Regionallinie Austrian Arrows) noch 8600 Mitarbeiter. (APA)

6.11.2006 21:00