Zweitägiger Workshop: EURO 2008-Crew zieht Lehren aus WM-Sommer in Deutschland
- Deutsche Veranstalter zu Workshop in Wien zu Gast
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Eine hochkarätige Expertengruppe zieht für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz Lehren aus der WM im vergangenen Sommer. ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, Österreichs Turnierdirektor Christian Schmölzer, OK-Mitglieder der WM in Deutschland, Vertreter der acht Austragungsstädte sowie Sicherheits- und Verkehrs-Fachleute folgten der Einladung von Heinz Palme, General-Koordinator der WM 2006 und nun Koordinator der Bundesregierung, zu einem zweitägigen Workshop "Erkenntnisse aus der FIFA WM 2006 in Deutschland".
Rund eineinhalb Jahre vor dem Ankick der EM erinnerte Wolfgang Niersbach an die Diskussionen in Deutschland. "Auch bei uns war nicht alles eitel Wonne. Man muss erwarten, dass es Gegner geben wird", erklärte der OK-Vizepräsident der WM, die schließlich zu einen riesigen Erfolg wurde. Sportlich und wirtschaftlich, aber vor allem für das Image des Landes, das sich entsprechend dem Motto "Zu Gast bei Freunden" gastfreundlich und begeistert zeigte und das Turnier zu einem echten Fest machte.
Deutschland unternahm im Vorfeld große Anstrengungen, um Stimmung zu machen. WM-Macher Franz Beckenbauer bereiste um rund drei Millionen Euro alle 32 Teilnehmer-Länder, in Deutschland wurden 27 Countdown-Veranstaltungen mit einem Budget von jeweils rund 50.000 Euro abgehalten. Und Leute wie Formel 1-Star Michael Schumacher, Model Claudia Schiffer oder Talk-Master Thomas Gottschalk nahmen unentgeltlich an einer "Charme-Offensive" teil.
"Man muss auch Persönlichkeiten abseits des Fußballs gewinnen, damit man es schafft, dass es ein Event für ein ganzes Land wird, nicht nur von einem Fußball-Verband", so der deutsche OK-Vizepräsident. Es haben alle an einem Strang gezogen, so das Fazit von Niersbach.
Niersbach hob einmal mehr Veranstaltungen für die Fans hervor. Noch wenige Monate vor der WM sei darüber diskutiert worden, ob man Public-Viewing veranstalten soll. Die öffentliche Übertragungen auch Großbild-Leinwänden wurden dann aber zum großen Renner in Deutschland. Der Trend gehe dazu hin, dass Fans kommen und zufrieden sind, in der Stadt zu sein und zu feiern, ohne unbedingt ein Match-Ticket zu haben, erklärte Niersbach.
(apa/red)










