Freitag, 10. November 2006

Immer weniger Top-Verdiener in Serie A: Italien nicht mehr Paradies reicher Kicker

  • Laufende Saison bringt weitere Senkung der Gehälter
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Italien verliert langsam, aber sicher seinen Ruf als Paradies für Topgehälter im Fußball. In der vom Absprachenskandal geplagten Serie A verdienen die Kicker nämlich immer weniger. Nach beträchtlichen Kürzungen liegen die Gehälter nur noch auf dem Niveau des Jahres 2000, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".

2002 hatten insgesamt 203 Fußballer der Serie A über eine Million Euro pro Jahr kassiert. In der laufenden Saison sind es nur noch 132. Hatte in der Saison 2001/2002 das durchschnittliche Jahresgehalt noch 1,13 Millionen Euro betragen, so ist dieses in der abgelaufenen Meisterschaft auf 923.000 Euro gesunken.

In der laufenden Saison wird mit einer weiteren durchschnittlichen Senkung der Spielergehälter gerechnet, da mehrere Stars wie Fabio Cannavaro, Emerson (beide Real Madrid), Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram (beide Barcelona) und Andrej Schewtschenko (Chelsea) Italien verlassen haben. Auch in der Serie B müssen sich die Kicker mit niedrigeren Gehälter begnügen. 2002/2003 hatten sie noch durchschnittlich 295.000 Euro pro Saison verdient, zuletzt waren es 204.000.

Hauptgrund für die Gehaltseinbußen sind die hohen Verluste der italienischen Spitzenklubs. Alleine die fünf großen Traditionsvereine AC Milan, Inter Mailand, Juventus Turin, Lazio Rom und AS Roma haben derzeit Ausstände von insgesamt 700 Millionen Euro. (apa)

10.11.2006 13:16