Chaos im Hause König: Real Madrid streitet über Präsident Calderon & "dicken" Ronaldo
- Zeitung "Marca" zum Chaos: "Schande für Real"
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Capello-Kritik: "Etwas
dick ist er immer noch"
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Bei Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist ein Machtkampf um das Amt des Präsidenten entbrannt. Ramon Calderon ist erst seit vier Monaten Klubchef der "Königlichen", aber die Wahlverlierer rütteln bereits bedenklich an seinem Stuhl. Dabei spielt nicht einmal eine Rolle, dass der Jurist nicht Wort gehalten hat. Der 55-Jährige hatte versprochen, den Brasilianer Kaka (AC Milan) und den Spanier Cesc Fabregas (Arsenal) nach Madrid zu holen, doch keiner der beiden Stars spielt für die Real.
Der Vereinsboss läuft Gefahr, für das Chaos zu büßen, das seine Wahl zum Präsidenten am 2. Juli überschattete. Calderon hatte damals vor Gericht mit einer Einstweiligen Verfügung durchgesetzt, dass die 10.500 per Briefwahl eingegangenen Stimmen wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten nicht mitgezählt wurden. Diese Wählerstimmen könnten aber schon bald von der Justiz freigegeben werden.
Der bei der Wahl unterlegene Baulöwe Juan Miguel Villar Mir ist sich bereits sicher: "Wenn die Briefwahlstimmen ausgezählt werden, werde ich neuer Vereinspräsident. Ich hoffe, dass dies noch vor Weihnachten der Fall sein wird." Der ehemalige Finanzminister erinnerte daran, dass Calderon nur provisorisch im Amt sei.
Dabei hätte die Wahl die monatelange Führungskrise bei Real beenden sollen, nachdem der vorige Präsident Fernando Martin nach nur 57 Tagen im Amt von seinem eigenen Vorstand gestürzt worden war. Aber nun ist der Klub in neue Turbulenzen geraten. Die Zeitung "El Pais" spricht von einer "Schlacht um das Präsidentenamt bei Real", das Sportblatt "As" plädiert für Neuwahlen, und "Marca" sieht in dem Wirrwarr eine "Schande für Real".
Derweil sorgten Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Ronaldo zum FC Barcelona für neue Aufregung. Der Auslöser war, dass bei Real Trainer Fabio Capello nicht viel von seinem Torjäger hält: "Ronaldo ist immer noch etwas zu dick. Wenn ich ihn 'mal einsetze, bekommt er gleich Krämpfe." Der Italiener hätte den Brasilianer am liebsten in die B-Elf in die zweite Liga verbannt. "Barca" dagegen benötigt nach dem Kreuzbandriss des Kameruners Samuel Eto'o dringend einen Torjäger.
In der katalanischen Metropole jedoch wollte man von solchen Transfergerüchten nichts wissen. "El Mundo Deportivo" witzelte in Anspielung auf den alljährlichen Hauptgewinn der Weihnachtslotterie, der in Spanien "El Gordo" (der Dicke) heißt: "Gibt's zu Weihnachten den Dicken?" Und das Fachblatt "Sport" titelte: "Ronaldo, nein danke."
(APA/red)
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