Dienstag, 7. November 2006

Fußball-Skandal in Italien: Weitere Ermittlungen gegen Moggi wegen Drohungen

  • Nigmatullin von Staatsanwaltschaft vernommen

Die Probleme des Ex-Sportdirektors von Juventus Turin, Luciano Moggi, und seines Sohnes Alessandro, Besitzer der Spielervermittlungsgesellschaft GEA, mit der italienischen Justiz nehmen kein Ende. Den beiden Managern werden jetzt auch Gewalt und Einschüchterungsaktionen gegen einige Spieler vorgeworfen, berichteten italienische Medien.

In diesem Zusammenhang wurde der russische Torhüter Ruslan Nigmatullin von den römischen Staatsanwälten befragt. Alessandro Moggi soll den Ex-Torhüter von Hellas Verona mit Drohungen bewogen haben, die Spieleragentur zu wechseln und sich der GEA anzuschließen. Im Rahmen der Untersuchung wird Luciano Moggi und seinem Sohn illegale Vorgangsweise vorgeworfen.

Moggi Senior, der im Juli wegen seiner Verwicklung im ausgedehnten Absprachenskandal zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt worden ist, wird beschuldigt, seine Machtposition als Juve-Manager ausgenutzt zu haben, um der inzwischen aufgelösten Spieleragentur seines Sohnes Mandanten zu verschaffen. Bei Transferverhandlungen soll er Spielern eindringlich empfohlen haben, sich von seinem Sohn vertreten zu lassen, um ihre Chancen auf einen guten Vertrag bei Juventus zu verbessern. (APA/red)

7.11.2006 11:41