"Punkteverteilung ungerecht": Rummenigge
& Hackmann für neue Fünfjahreswertung
- Österreich könnte von Platinis Ideen profitieren
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Der drohende Verlust von Startplätzen deutscher Vereine in den europäischen Fußball-Wettbewerben Champions League und UEFA-Cup haben in Karl-Heinz Rummenigge und Werner Hackmann zwei Kritiker der UEFA-Fünfjahreswertung auf den Plan gerufen. "Wenn es für Siege im UEFA-Cup die gleiche Punktzahl gibt wie in der Champions League, dann ist diese Punkteverteilung ungerecht. Da muss was getan werden", sagte Bayern Münchens Fußball-Chef Rummenigge in der "Sport-Bild"
Unterstützung in seiner Forderung nach einer Reform der Fünfjahreswertung bekommt Rummenigge durch den deutschen Liga-Chef Werner Hackmann. "Die Fünfjahreswertung ist kritikwürdig. Es geht schon damit los, dass in der Qualifikation Punkte vergeben werden", sagte Hackmann. Er will das Thema beim UEFA-Exekutivkomitee auf die Tagesordnung setzen. Hackmann hofft auf entsprechenden Einfluss, weil Rummenigge Vorsitzender des Klubforums ist und er selbst in der Kommission Berufsfußball sitzt.
In der aktuellen Wertung liegt Deutschland mit 4,928 Punkten abgeschlagen nur auf Platz neun. Es führt überraschend Rumänien mit 9,000 Punkten vor England (8,125). In der Fünfjahreswertung liegt Deutschland mit 39,792 Punkten auf Rang fünf nur noch knapp vor Portugal (39,249) und Rumänien (37,832). Spitzenreiter ist Spanien (64,462) vor Italien (60,802), England (60,040) sowie Frankreich (49,281). Österreich ist mit 18,500 Zählern derzeit nur 20., in der aktuellen Wertung der Saison 2006/07 nach dem schwachen Abschneiden mit mageren 1,500 Punkten sogar nur auf Platz 30 zu finden.
Doch die Klubs der T-Mobile Bundesliga könnten von den Ideen von Michel Platini profitieren, sofern sich der Europameister von 1984 bei der Wahl des UEFA-Präsidenten am 27. Jänner 2007 in Düsseldorf gegen den schwedischen Amtsinhaber Lennart Johansson durchsetzen sollte. Der 51-jährige Franzose möchte die Champions League dahingehend reformieren, dass die europäischen Top-Ligen künftig nicht mehr bis zu vier Teilnehmer stellen können und damit auch kleinere Länder wie Österreich, leichter in die lukrative Gruppenphase der Elite-Liga aufsteigen können.
"Italien, England, Deutschland und Spanien sollten je drei Klubs in der Champions League haben, damit mehr Teams aus anderen finanzschwächeren Ligen sich auch mit den Topvereinen messen können", erklärte Platini seinen Reformvorschlag für Europas Elite-Liga. "Es nehmen im Moment einfach nicht genug Meister an diesem Bewerb teil. Meine Mission ist es, den Fußball zu beschützen, und ich glaube, dass jeder von der Idee, dass mehr Ligen, Länder und Klubs an der UEFA Champions League partizipieren sollten, profitieren wird. Auch für die Sponsoren wäre es interessanter, wenn mehr Länder teilnehmen." (APA/red)
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