Dienstag, 7. November 2006

Keine neuen Forderungen: Erstes Treffen von Gläubigervertreter im Sturm-Konkurs

  • Derzeitiger Schuldenstand des Klubs: 5,2 Mio. Euro
  • Frist für Gläubigermeldungen ist 24. November

Die erste Gläubigervertreter-Versammlung am Grazer Handelsgericht in Sachen Insolvenz des Fußball-Bundesliga-Klubs SK Sturm Graz hat keine neuen Forderungen auf den Tisch gebracht. Die Schulden des SK Sturm belaufen sich momentan auf rund 5,2 Mio. Euro, wobei Konkursrichter Elmar Schneider nicht ausschloss, dass die Summe noch ansteige. Die Frist für Gläubigerforderungen laufe in jedem Fall bis 24. November.

Bei der Versammlung stand der erste Bericht des Masseverwalters Norbert Scherbaum auf der Tagesordnung. Erschienen sind laut Schneider einige Gläubigervertreter, wie beispielsweise die Rechtsanwälte der Spieler, der Insolvenzschutzverband (ISA) sowie die beiden Kreditschutzverbände Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) und Kreditschutzverband von 1870 (KSV). Der nächste Schritt im Verfahren wird am 7. Dezember mit der Berichtstagsatzung gesetzt, wenn Sturm die Finanzierbarkeit eines Zwangsausgleiches darstellen muss.

Nach dem Abgang des langjährigen Präsidenten Hannes Kartnig vergangene Woche hatte eine Investorengruppe ihre Zusage eingelöst und eine Fortführungskaution von rund 750.000 Euro beim Masseverwalter hinterlegt. Darüber hinaus wurde einer der Investoren, das langjährige Sturm-Mitglied Hans Fedl, als neuer Sturm-Präsident gekürt. Fedl leitet in Kalsdorf bei Graz ein Transportunternehmen.

(apa/red)

7.11.2006 14:16