Dienstag, 7. November 2006

Wer kann Erfolgslauf von Red Bull Salzburg stoppen? Mattersburg will zu Hause siegen!

  • Burgenländer nehmen sich den SK Sturm zum Vorbild
    Linke: "Angeschlagene Mattersburger gefährlich"
  • Heute: Spiel ab 19:30 Uhr im Networld-Live-Ticker!

Der frisch gebackene Herbstmeister Red Bull Salzburg will seinen Erfolgslauf auch heute (ab 19:30 Uhr LIVE im Networld-Ticker) in Mattersburg fortsetzen. Zur Ouvertüre der 16. Bundesliga-Runde, die tags darauf mit vier Partien komplettiert wird, reisen die Mozartstädter mit der Referenz von zuletzt vier Siegen ohne Gegentor an, während die Burgenländer ihre jüngsten beiden Spiele verloren und am Samstag in Ried sogar in ein 2:6-Debakel schlitterten.

Doch gerade auf Grund der Mattersburger Niederlagen macht sich Salzburg-Kapitän Thomas Linke für das Match im Pappelstadion etwas Sorgen. "Die Mattersburger sind angeschlagen, aber das macht sie erst recht gefährlich. Eine bessere Möglichkeit zur Rehabilitierung gibt es für sie nicht", warnte der Deutsche.

Der komfortable Vorsprung von zehn Punkten auf den ersten Verfolger Pasching, der am Samstag in Wals-Siezenheim 3:0 besiegt wurde, ist für den Verteidiger kein Ruhekissen. "Jetzt erst Recht ist es wichtig, dass wir jedes Spiel ernst nehmen. In Mattersburg müssen wir uns erst einmal beweisen."

Sein Landsmann, Trapattoni-Assistent Lothar Matthäus, wünscht sich ein entschlosseneres Auftreten seiner Schützlinge in der Fremde. "Wir müssen jetzt auch auswärts zeigen, dass wir das Spiel dominieren können", forderte der deutsche Rekord-Teamspieler, dessen Truppe in den vergangenen fünf Auswärtspartien nur einen Sieg feierte.

Kühbauer gesperrt
Um die "Bullen" auswärts wieder im Zaum zu halten, fehlt den Mattersburgern ein entscheidender Mann: Didi Kühbauer muss die Partie nach Gelb-Rot in Ried wegen Schiedsrichter-Kritik von der Tribüne aus mitverfolgen. Für sein Verhalten im Innviertel wurde der Ex-Internationale vereinsintern mit einer Geldstrafe belegt. "Ich verstehe, warum er zornig geworden ist, aber einem Routinier wie ihm darf das einfach nicht passieren", erklärte Trainer Franz Lederer.

Nach den jüngsten Misserfolgen kommen Lederer die Salzburger gerade recht. "Wann kann man sich rehabilitieren, wenn nicht gegen die beste Mannschaft Österreichs? Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, sondern nur noch harte Arbeit."

Die Burgenländer nehmen sich vor dem Match gegen den überlegenen Spitzenreiter den SK Sturm zum Vorbild, der Zickler und Co. die bisher einzige Liga-Niederlage in dieser Saison zugefügt hatte. "Unsere Spielanlage ist ähnlich wie die von Sturm, wir können schnelle Konter fahren", sagte Lederer, der nicht daran glaubt, dass die "Bullen" auf Grund des großen Vorsprungs die Zügel etwas schleifen lassen werden.

"Dieser Hoffnung werden wir uns nicht hingeben. Die Salzburger sind nicht mehr im Europacup dabei und haben nur noch die Meisterschaft, also werden sie alles geben."

(apa/red)

7.11.2006 15:10