Sonntag, 12. November 2006

Österreich 1 Teamsieger beim "Fest der Pferde": Favorit Deutschland geschlagen

  • Trio Simon, Krackow, Kayser souverän und fehlerfrei
  • Einzelwertung geht an Routinier Simon vor Krackow

Österreichs Springreiter-Team 1 in der Besetzung Hugo Simon, Jürgen Krackow und Julia Kayser hat beim "Fest der Pferde" in Wien souverän den mit insgesamt 35.000 Euro dotierten Teambewerb gewonnen. Das Trio absolvierte den Parcours als einzige Mannschaft fehlerfrei, womit sich Simon und Krackow auch über einen Doppelsieg in der Einzelwertung freuen durften. Das höher eingeschätzte deutsche Team mit Christian Ahlmann, Gilbert Böckmann und Heinrich Hermann Engemann landete hinter einem gemischten Trio nur auf Platz drei.

"Ich habe die Mannschaft aufgestellt und wir haben alle drei alles gegeben. Auch Julia und Jürgen waren sehr motiviert und so wurden wir auch im Einzel 1., 2. und 6.", freute sich der mittlerweile 64-jährige "Hugo Nazionale" über seine Siege 28 und 29 beim Traditionsturnier in der Wiener Stadthalle.

"Ich habe immer gesagt, für Wien bereite ich mich gut vor", meinte Simon auch in Richtung Organisator Peter Nidetzky. "Und das Einzel habe ich mit über vier Sekunden Vorsprung gewonnen", fügte er stolz hinzu. Macht gesamt (Einzel und Teamanteil) immerhin 5.000 Euro für die Kassa. "Ach, das kann ich schon gebrauchen", so der erfolgsverwöhnte Hugo.

Simon freute sich auch über die Leistung seines 11-jährigen Hengstes Hors la loi, den er erst seit 5 Monaten reitet. Für den Mercedes-Grand-Prix am Montag, für den der Evergreen als ehemaliger, dreifacher GP-Sieger qualifiziert ist, macht er sich freilich noch keine Hoffnungen - auch nicht auf Caldato. Wer gewinnen wird? "Das wird sehr schwer, wir haben fünf Weltpaare da, darunter Beat Mändli, Christian Ahlmann und natürlich Thomas Frühmann."

Die ausgezeichneten Vorstellungen Frühmanns auf The Sixth Sense (das Duo war im Teambewerb nicht am Start) begeistern freilich auch Simon. "Die zwei sind ein Weltpaar. Reiter und Pferd sind Siegertypen. Von den beiden kann man nur mit Respekt sprechen."

Simon selbst hat ja schon seit einiger Zeit mit seinem Turnierprogramm zurückgeschalten, heuer reitet er nach Wien noch in München und Frankfurt. Doch gerade für Mannschaftsspringen ist er immer noch zu motivieren. Wären sogar die Olympischen Spiele 2008 ein Thema? "Nur, wenn ganz Not am Mann ist. Es muss nicht sein, aber wenn es sein muss..." Grundsätzlich macht es ihm aber Spaß, der Mannschaft mit seiner Erfahrung zu helfen.

(apa/red)

12.11.2006 14:53