Freitag, 10. November 2006

Irak-Krieg Schuld für republikanisches
Wahl-Debakel: Rice bekräftigt aber US-Kurs

  • "Irak muss Erfolg sein, damit Amerika sicher ist"
  • Außenministerium: Politik wird sich nicht ändern

Auch nach der Niederlage ihrer Republikanischen Partei bei der US-Kongresswahl sieht Außenministerin Condoleezza Rice keinen Anlass für eine Abkehr vom Irak-Kurs der Regierung. Zuerst müssten die Ziele im Irak erreicht werden, sagte sie in einem Interview der Singapurer Zeitung "The Straits Times": "Der Irak muss ein Erfolg sein, damit Amerika sicher ist."

Die USA würden an ihrem Ziel festhalten, das sie in den Irak geführt habe, weil dies von großer Bedeutung für die amerikanische Sicherheit sei, wurde Rice zitiert. Zugleich räumte sie ein, dass Präsident George W. Bush "neue Ideen" in Bezug auf den Irak-Einsatz angekündigt habe. Die amerikanischen Wähler hätten sich nach Worten des Präsidenten für Änderungen ausgesprochen, aber "für nicht weniger als einen Erfolg im Irak" gestimmt. Umfragen zufolge war wachsende Unzufriedenheit mit der Irak-Politik Bushs ein wesentlicher Grund für die Wahlschlappe der Regierungspartei.

Die US-Außenpolitik gegenüber Nordkorea, dem Iran sowie dem Nahen und Mittleren Osten wird sich nach Auffassung des US-Außenministeriums auch nach dem Erfolg der Demokraten bei der Kongresswahl nicht wesentlich ändern. Die US-Regierung sei überzeugt, schon jetzt die "richtige Haltung" im Umgang mit diesen Themen zu haben, betonte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack. "Ich sehe keine wesentlichen Änderungen unserer Politik, keinen wesentlichen Wechsel unseres Kurses", sagte er.

(apa/red)

10.11.2006 10:56