Mittwoch, 8. November 2006

Auch in alter Heimat wurde Arnie gefeiert: Partys für Schwarzenegger in Graz & Thal

  • Voves: Mit Themen besonderen Instinkt bewiesen
  • Steiermark hofft auf Besuch zu 60. Geburtstag

Arnold Schwarzeneggers Wiederwahl zum Gouverneur von Kalifornien ist auch in seiner alten Heimat durchwegs begrüßt und zum Teil ausgiebig gefeiert worden. Von der massiven Verstimmung des Vorjahres im Zusammenhang mit der harten Haltung des Gouverneurs zur Todesstrafe war kaum etwas zu bemerken - auch SPÖ-Politiker, darunter Landeshauptmann Franz Voves und der Bürgermeister von Schwarzeneggers Heimatgemeinde Thal bei Graz, Peter Urdl, gratulierten.

Schwarzenegger habe richtigerweise auf Themen unserer Zeit wie Bildung und Umwelt gesetzt und mit diesen "klassischen Themen der Demokraten" die Wahl gewonnen, meinte Landeshauptmann Voves. Damit habe der Steirer wieder "seinen ganz besonderen Instinkt" bewiesen, der ihm seinen beeindruckenden Lebenserfolg beschert habe. Und: "Dazu gratuliere ich sehr herzlich". Als Gratulant stellte sich von sich aus der steirische BZÖ-Chef und Generalsekretär Gerald Grosz ein.

"Join Arnold"-Party in Graz
In einem Grazer Innenstadtlokal war der Sieg von rund 500 Fans, Sympathisanten und Wegbegleitern gefeiert worden. Vor allem ÖVP-Politiker, allen voran Landeschef LHStv. Hermann Schützenhöfer, Arnolds väterlicher Freund Bundesrat a.D. Alfred Gerstl oder Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig waren der Einladung einer privaten "Join Arnold"-Initiative gefolgt.

Steiermark wartet auf Schwarzenegger
Im Geburtsort Thal improvisierte Bürgermeister Peter Urdl in aller Frühe eine Wahlfeier: Im Kreise von Arnies ehemaligen Trainer Kurt Marnul und Schulkollegen prostete man sich in der alten Volksschule zu, wo gerade eine Ausstellung über den berühmten Gemeindebürger ("Mit Kraft zum Erfolg") zu sehen ist. Urdl ist auch fast sicher, dass Arnold 2007 anlässlich seines 60. Geburtstages, den er am 30. Juli begeht, in die Steiermark kommen wird. Man habe "was ganz Großes vor", verrät das Gemeindeoberhaupt: Mit 59 Steirern, die am selben Tag Geburtstag haben, soll der prominente Gast den "Schwarzenegger-Wanderweg" begehen - eine Aktion, die man mit der Tageszeitung "Österreich" plane.

Vorjahres-Zwist kein Thema mehr
Dass es noch vor einem Jahr Initiativen gab, Wanderweg und Ehrenbürgerschaft abzuerkennen, relativiert der Bürgermeister heute: "Der Antrag der Grünen ist von allen anderen Parteien abgelehnt worden. Bei uns ist das Thema nie so hoch gespielt worden wie in Graz. Dafür hat Arnold sich bei mir persönlich bedankt."

In Graz war das nach Schwarzenegger benannte Stadion umgetauft worden: Der kalifornische Gouverneur war im Zuge der Begnadigungs-Debatte der Politik zuvorgekommen und hatte die weitere Verwendung seines Namens untersagt sowie den ihm verliehenen Ehrenring zurückgeschickt. (apa)

8.11.2006 12:01