Arnold Schwarzenegger wiedergewählt:
"Arnie" bleibt Gouverneur von Kalifornien
- Schwarzenegger mit klarer Mehrheit im Amt bestätigt
- "Gouvernator" gut gelaunt: "Ich liebe Fortsetzungen"

·Herbe Schlappe für Republikaner bei Wahl
Repräsentantenhaus: Demokraten mit Mehrheit
·Schwarzenegger ver- gaß seine Lesebrille
Assistent musste sie ins Wahllokal nachbringen
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Vom Bodybuilder bis zum Kalifornien-Gouverneur
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·Arnies Chancen auf Präsidentenamt gering
Verfassungsänderung gilt als sehr unwahrscheinlich
Zweite Amtszeit für Arnold Schwarzenegger: Gegen den landesweiten Trend konnte sich der Republikaner in Kalifornien mit großem Vorsprung bei der Gouverneurswahl durchsetzen. "Was für ein fantastischer Abend. Ich liebe es, Fortsetzungen zu machen", jubelte der gebürtige Steirer vor Anhängern in Los Angeles. Aber das hier ist ohne Zweifel meine Lieblingsfortsetzung", rief der frühere Actionfilmstar, der als Kampfroboter in drei "Terminator"-Filmen Hollywood-Geschichte schrieb. Nach Auszählung von neun Zehntel der Stimmen lag er 17 Prozentpunkte vor seinem demokratischen Herausforderer Phil Angelides.
Schwarzenegger kam auf 58 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Angelides erreichte im traditionell demokratischen Staat nur 39 Prozent. "Das ist ein großer Erfolg für das kalifornische Volk. Und ich verspreche euch, dass ich in den nächsten vier Jahren eure Werte und Träume schützen werde", sagte Schwarzenegger vor seinen Anhängern.
Schwarzenegger galt vor einem Jahr schon als abgeschrieben, nachdem er bei den Kaliforniern mit mehreren zentralen Anliegen in Volksabstimmungen glatt durchgefallen war. Statt sich geschlagen zu geben, änderte er kurzerhand seinen politischen Kurs und drehte so das Blatt zu seinen Gunsten. Er punktete mit einer offensiven Umwelt-Politik zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen und der Aussicht auf ein milliardenschweres Infrastrukturprogramm. Besonders kam Schwarzenegger zu Gute, dass er sich vom unbeliebten Präsidenten George W. Bush und dessen Politik distanzierte. So vermied er erst kürzlich ein Treffen mit Bush, als dieser Kalifornien besuchte.
Sieg zeichnete sich seit Wochen ab
Wochen vor der Wahl zeichnete sich in Umfragen bereits ein erdrutschartiger Sieg für Schwarzenegger ab, der mit der Demokratin und Kennedy-Nichte Maria Shriver verheiratet ist. "Schwarzenegger war damit erfolgreich, ein moderateres Programm zu vertreten, die von den Menschen positiv aufgenommen wurde. Die Republikaner in Washington haben diese Agenda abgelehnt, und dafür zahlen sie heute Abend den Preis", sagte der frühere kalifornische Gouverneur Gray Davis. Davis hatte bei der Wahl im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat vor drei Jahren gegen Schwarzenegger verloren.
Schwarzenegger konnte auch noch einen weiteren Erfolg verbuchen. Eine von ihm abgelehnte Initiative zur Besteuerung von Ölunternehmen wurde von den Bürgern mit 55 Prozent der Stimmen verworfen. Die Initiatoren wollten mit den Steuereinnahmen einen vier Mrd. Dollar (3,14 Mrd. Euro) schweren Fonds zur Förderung alternativer Energiequellen schaffen, um den Ölverbrauch um ein Viertel zu verringern. Die Ölindustrie war dagegen Sturm gelaufen, während Hollywood-Stars wie Julia Roberts oder Brad Pitt sowie Ex-Präsident Bill Clinton und sein früher Vize Al Gore die Trommel für die Initiative rührten.
(apa/red)
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