Dienstag, 7. November 2006

Keine Ausgangssperre in Bagdad: Baath-
Partei droht mit Gewalt bei Tod von Saddam

  • Blutige Konsequenzen nach Hinrichtung angekündigt

In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die wegen der Urteilsverkündung gegen den früheren Staatschef Saddam Hussein verhängte Ausgangssperre aufgehoben worden. Das öffentliche Leben in der Stadt ging wieder seinen gewohnten Gang, Autos durften wieder fahren und auch der Flughafen war wieder geöffnet.

Saddam Hussein war wegen eines Massakers an Schiiten im Jahr 1982 zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Durch das am Montag automatisch beginnende Berufungsverfahren könnte es Wochen dauern, bis ein Urteil vollstreckt wird.

Die verbotene Baath-Partei von Saddam Hussein drohte unterdessen mit Anschlägen auf die besonders gesicherte Grüne Zone im Zentrum Bagdads, sollte das Todesurteil vollstreckt werden. "Wenn Saddam Hussein hingerichtet wird, wird die Partei alle verfügbaren Mittel einsetzen, um die Gebäude der Botschaften und Geheimdienste (der USA) in der Grünen Zone anzugreifen", hieß es in der im Internet veröffentlichten Erklärung.

(apa/red)

7.11.2006 09:35