15.000 Sicherheitskräfte stehen im Einsatz: Riesiger Generalstreik legt Dhaka lahm!
- Demonstranten fordern ein neues Wahlsystem
- Bangladesch: Schulen und Büros bleiben geschlossen

In Bangladesch hat ein Generalstreik die Hauptstadt Dhaka lahm gelegt. Zum Auftakt des landesweiten Streiks zogen nach Polizeiangaben tausende Demonstranten im Kampf um ein neues Wahlsystem durch die Stadt. Schulen und Büros blieben geschlossen, obwohl in dem muslimischen Land ein Arbeitstag ist. Mindestens 15.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz.
In manchen Stadtteilen errichteten die Menschen Straßensperren, in einem Vorort wurden zwei Bahnwaggons angezündet. In der Stadt Jahangirnagar setzten Demonstranten einen Bus in Brand. Die zentrale Hafenstadt Chittagong war vom Warenverkehr abgeschnitten.
Mit den Protesten will die Opposition eine Reform des Wahlsystems erzwingen. Die größte Oppositionspartei des asiatischen Landes hatte den zeitlich unbegrenzten Generalstreik ausgerufen, nachdem sich die Regierung weigerte, den Leiter der Wahlkommission zu entlassen.
Die Opposition wirft M. A. Aziz Wahlfälschung vor. Die politische Lage in Bangladesch ist bereits seit Monaten unruhig. Ende Oktober waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Parteien 25 Menschen getötet worden. (apa)
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