Selbstmordanschlag auf Polizeibüro im Irak: Mindestens 35 Todesopfer in Bagdad
- Attentäter sprengten sich mitten in Menschenmenge
- Explosion am Straßenrand: Vier Menschen getötet
·Mehrere Bomben- anschläge in Bagdad
9 Tote. Weiterer Spreng- satz in Jakarta explodiert
Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Rekrutierungsbüro der Polizei in Bagdad sind am Sonntag mindestens 35 Menschen getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich im westlichen Stadtviertel El Kadissjah inmitten einer Menge von Polizeirekruten in die Luft, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte mitteilte. Wie die Behörden mitteilten, wurden mehrere Dutzend weitere Personen verletzt. Die Zahl der Toten werde vermutlich noch steigen, da viele Opfer sehr schwere Verletzungen erlitten hätten, sagte ein Sprecher. Die Attentäter hatten sich offenbar unter die Menschen gemischt, die sich in einer großen Traube vor dem Rekrutierungsbüro versammelt hatten, und dann den an seinem Körper befestigten Sprengstoff gezündet.
Bei der Explosion einer weiteren am Straßenrand versteckten Bombe wurden im Osten von Bagdad vier Menschen getötet. Bei den Opfern handelte es sich um Zivilisten. Ziel des Anschlags war vermutlich eine Polizeipatrouille, die den Ort kurz vor der Explosion passierte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein weiterer Anschlag hatte sich kurz zuvor in Bagdad gegen eine US-Patrouille gerichtet, dabei wurde niemand verletzt. Im Stadtgebiet von Bagdad fand die Polizei aber wieder fünf Leichen, die Spuren von Folter auswiesen. Es handelte sich offenbar um Opfer der Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten.
Im Irak gibt es häufig Attentate auf Polizisten und Soldaten; allein im November wurden nach Angaben des irakischen Innenministeriums 39 Polizisten bei Anschlägen getötet. (apa)
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