Gedenken an Arafat zu zweitem Todestag: Tausende versammelten sich in Ramallah
- Palästinensische Politiker legten Kränze nieder
- Abbas fordert von Israel Anerkennung Palästinas
·USA gegen UNO-
Resolutionsentwurf
Kritik kommt von Hamas, Zustimmung von Israel
·Mehrere Bomben- anschläge in Bagdad
9 Tote. Weiterer Spreng- satz in Jakarta explodiert

Am zweiten Todestag des ersten palästinensischen Präsidenten Arafat haben sich tausende Menschen in Ramallah im Westjordanland versammelt. Palästinensische Politiker legten am Grabmal Kränze nieder und rezitierten Koranverse. Arafats Nachfolger Abbas kündigte in seiner Rede die Bildung einer palästinensischen Regierung der nationalen Einheit bis Ende des Monats an.
Abbas forderte Israel auf, die Rechte des palästinensischen Volkes anzuerkennen und die 1967 eroberten Gebiete zu räumen.Es werde "weder Sicherheit noch Frieden unter Okkupation und Kolonisierung" geben, sagte Abbas. Die israelische Regierung müsse jetzt zur Kenntnis nehmen, dass ihr Militär den Willen des palästinensischen Volkes nicht zu brechen vermag, sagte Abbas. Allein in den vergangenen Tagen wurden bei israelischen Armeeoperationen vor allem im Gaza-Streifen fast 100 Palästinenser getötet.
Die radikale Hamas will vor Bildung einer großen Koalition mit der gemäßigteren Fatah von Abbas die Zusage für ein Ende der internationalen Isolation erhalten. "Es wird keine Regierung der nationalen Einheit geben, ohne dass die USA und Israel Präsident Abbas Garantien für ein Ende der Blockade der Regierung und des palästinensischen Volkes geben", sagte der palästinensische Informationsminister Yussef Resqa am Samstag in Gaza.
Arafat, den Israel ab 2001 in Ramallah faktisch unter Hausarrest gestellt hatte, starb am 11. November 2004 im Alter von 75 Jahren in einem französischen Militärkrankenhaus in Paris und wurde einen Tag später in Ramallah beigesetzt. 1993 hatte er in Washington mit Israels Premier Yitzhak Rabin den Grundlagenvertrag unterzeichnet, mit dem sich Israel und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) auf die gegenseitige Anerkennung und auf Grundlinien einer palästinensischen Selbstverwaltung in den seit 1967 von Israel besetzten Gebieten einigten. (apa)
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