Mehrere Bombenanschläge in Bagdad: Anschläge fordern mindestens 9 Todesopfer
- US-Botschaftsbüro wurde von Raketen getroffen
- Weitere Explodion in Jakarta: Attentäter verletzt
In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei mehreren Anschlägen mindestens neun Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben sechs Zivilisten bei der Explosion einer Straßenbombe auf einem Markt im Viertel Hafidh el Kadi. Mindestens 32 Menschen wurden dabei verletzt. Bei zwei weiteren Detonationen in anderen Teilen der Stadt starben zwei Menschen; ein irakischer Geheimdienstoffizier wurde von Unbekannten in seinem Fahrzeug erschossen.
Die US-Armee setzte eine Belohnung von bis zu 50.000 Dollar (38.868 Euro) für Hinweise auf den Verbleib eines entführten Soldaten aus. Der aus dem Irak stammende Mann hatte als Übersetzer für die Armee gearbeitet. Er war am 23. Oktober nach dem Verlassen der streng bewachten "Grünen Zone" Bagdads verschleppt worden. Seitdem fehlt von dem 41-Jährigen jede Spur, obwohl die Armee in einem Großeinsatz nach ihm suchte und hunderten Hinweisen aus der Bevölkerung nachging.
In der irakischen Stadt Hilla ist eine Regionalvertretung der US-Botschaft unter Raketenbeschuss geraten. Etwa fünf Kilometer von dem Gebäude entfernt sei ein Raketenwerfer gefunden worden, von dem aus bis zu zehn Sprengsätze abgefeuert worden seien, sagte ein Polizeivertreter am Samstag. Ein Sprecher der US-Botschaft erklärte, Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Einzelheiten zu dem Angriff seien aber noch nicht bekannt. Die irakische Polizei teilte weiter mit, aus dem Gebäude sei Rauch aufgestiegen. Über Opfer lägen keine Informationen vor.
Die Dependance der US-Botschaft ist in einem Hotel im Zentrum von Hilla untergebracht, das südlich der Hauptstadt Bagdad liegt. Die US-Vertretung wird dort von privaten Wachfirmen und der US-Armee geschützt. Das Militär kommentierte den Bericht über den Beschuss zunächst nicht.
Anschlag in Indonesien
Auch in der indonesischen Hauptstadt Jakarte kam es zu einer Explosion, bei der ein Mensch verletzt wurde. Der Mann werde im Krankenhaus behandelt, teilte die Polizei mit. Es handelte sich vermutlich um denjenigen, der den Sprengsatz mit sich geführt hatte.
Den Angaben nach ging der Sprengsatz in der US-Franchise-Kette A&W im Osten der Stadt hoch. Die Detonation sei eher schwach gewesen, die Hintergründe würden noch untersucht.
In Jakarta gibt es wie auch in anderen Teilen des südostasiatischen Landes immer wieder Bombenanschläge, die islamischen Extremisten zugeschrieben werden. Meist sind westliche Einrichtungen das Ziel.
Gelegentlich gehen Explosionen aber auch auf separatistische Gruppen oder kriminelle Banden zurück. In Indonesien ist es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Anschlägen auf westliche Einrichtungen gekommen. (apa/red)
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