Wegen brisanter Sicherheitslage: Gay-Parade in Jerusalm in Stadion verlegt!
- Ultra-orthodoxe Juden und Vatikan waren dagegen
Nach mehr als einer Woche gewaltsamer Proteste ultra-orthodoxer Juden in Jerusalem ist eine geplante Schwulenparade in ein Stadion verlegt worden. Der israelische Rundfunk meldete unter Berufung auf die Organisatoren, Hintergrund sei die Sicherheitslage nach dem tödlichen israelischen Granatenangriff im Gaza-Streifen.
Die radikal-islamische Hamas hatte neue Selbstmordanschläge angekündigt. Die israelische Polizei signalisierte daraufhin, sie sei angesichts der erhöhten Alarmbereitschaft mit dem Schutz der Gay-Parade überfordert.
Die von orthodoxen Juden scharf kritisierte Parade findet nun fern der Öffentlichkeit in einem Stadion in Jerusalem statt. Der Umzug wurde nach Angaben der Polizei mit Einverständnis des Schwulen- und Lesbenverbands und der orthodoxen Gemeinde der Stadt vom Zentrum in das Stadion der Givat-Ram-Universität verlegt.
Ultra-orthodoxe Juden hatten mit aller Macht versucht, die Parade zu verhindern und mit Gewalt gegen Teilnehmer gedroht. Auch muslimische Repräsentanten und der Vatikan forderten eine Absage der Veranstaltung. Angesichts der Heiligkeit Jerusalems für die großen Weltreligionen rufe der Vatikan die Autoritäten in Israel dazu auf, solch "unanständige Paraden" zu unterbinden, hieß es in einer Mitteilung des Heiligen Stuhls. (APA/red)
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