Schüsse auf EU-Vertretung: Unbekannte greifen politisches Büro in Gaza-Stadt an
- Zunächst lagen keine Berichte über Opfer vor
- Hamas droht mit Gegenschlägen nach Angriffen
Im Gaza-Streifen wurde das Büro der Europäischen Union beschossen. Wie aus palästinensischen Sicherheitskreisen bekannt wurde, haben Jugendliche das Gebäude mit Steinen beworfen, wer die Schüsse abgegeben hat, ist unbekannt. Opfer dürfte es bei dem Attentat nicht gegeben haben. Ein ranghohes Hamas-Mitglied rief unterdessen die Palästinenser zu neuen Anschlägen auf Israel auf.
Nisar Rajan reagierte damit auf einen israelischen Panzerangriff, bei dem in der Stadt Beit Hanun im Gaza-Streifen laut palästinensischen Angaben 18 Palästinenser getötet wurden, darunter Frauen und Kinder.
"Wir fordern unsere Mujaheddin auf, die Bombenanschläge in Jaffa, in Haifa, in Ashdod wieder aufzunehmen, an jedem Ort in unserer Heimat", sagte Rajan. Dem palästinensischen Gesundheitsministerium zufolge waren unter den Toten in Beit Hanun sieben Kinder und vier Frauen. 40 Menschen seien verletzt worden. Die israelische Armee erklärte, sie prüfe die Angaben. Palästinensischen Sicherheitskreisen zufolge töteten israelische Soldaten bei einem Einsatz im Westjordanland zudem vier Extremisten und einen Zivilisten.
Die israelische Armee hatte zuvor ihren größten Einsatz im Gaza-Streifen seit gut einem Jahr in Beit Hanun beendet. Bei der sechstägigen Offensive wurden dort 60 Palästinenser getötet. Bei Zwischenfällen an anderen Orten im Gaza-Streifen töteten israelische Soldaten acht weitere Palästinenser. Israel geht seit der Entführung eines Soldaten durch radikale Palästinenser im Juni wieder verstärkt gegen Extremisten in den Palästinenser-Gebieten vor. (apa/red)
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