Nach Angriff auf Bus in Paris: Busfahrer beklagen unsichere Arbeitsbedingungen
- Hunderte Busfahrer nach Angriff in Streik getreten
- Vorstädte könnten erneut außer Kontrolle geraten
·Marseille: Sechster Jugendlicher verhaftet
Nach Brandanschlag auf Bus mit Schwerverletzter
Nach einem Angriff auf einen Bus in einer Pariser Vorstadt sind Montagnacht offenbar hunderte Busfahrer in den Streik getreten. Wie ein Gewerkschaftsvertreter sagte, stellten die Angestellten der Gesellschaft CIF die Beförderung von Fahrgästen in drei Außenbezirken für 24 Stunden ein. Die Busfahrer beklagten unsichere Arbeitsbedingungen und verlangten Polizei oder Sicherheitspersonal auf ihren Fahrten.
Am Sonntag hatten drei Randalierer versucht, einen Bus in dem Außenbezirk Tremblay-en-France in Brand zu stecken. In der vergangenen Woche erlitt eine Frau nach einem ähnlichen Angriff in Marseille schwere Brandverletzungen.
Die französischen Behörden befürchten, die Lage in den Vorstädten könnte ein Jahr nach den heftigen Krawallen erneut außer Kontrolle geraten. Damals hatten wochenlange Unruhen Frankreich in Atem gehalten. Jugendliche vorwiegend aus afrikanischen und arabischen Familien steckten tausende Autos in Brand und verliehen damit ihrem Frust über Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und mangelnde Perspektiven Ausdruck.
(apa/red)
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