Noch Hoffnung für Rot-Schwarz? Van Staa
für neue Köpfe im ÖVP-Verhandlungsteam
- Tirols LH: "Wir sollten etwas beweglicher sein"
- PLUS: Steindl strikt gegen Große Koalition
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Der Tiroler ÖVP-Chef und Landeshauptmann Herwig van Staa wünscht sich neue Köpfe im ÖVP-Verhandlungsteam. "Sollten die Verhandlungen mit der SPÖ doch wieder aufgenommen werden, wäre dies sicher vernünftig."
Das sagt Van Staa in der "Tiroler Tageszeitung". Außerdem empfiehlt er seiner Partei "etwas beweglicher zu sein". Derzeit vermittle sie in der Öffentlichkeit Unbeweglichkeit.
"Die ÖVP-Spitze vermittelt sicher diesen Eindruck. Das stelle ich auch bei vielen Gesprächen in der Bevölkerung fest. Durch die Zusammensetzung des Verhandlungsteams wurde dieses Gefühl sicher verstärkt", betont der Tiroler VP-Chef. Verhandler auszutauschen "würde unsererseits einen Veränderungswillen symbolisieren und vermitteln. Außerdem haben einige Spitzenpolitiker der ÖVP wie Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer ohnehin schon ihren Abschied aus der Politik schon angekündigt."
Entgegen der Parteilinie hält Van Staa Verhandlungen mit der SPÖ auch während die Untersuchungsausschüsse tagen für durchaus möglich - wobei er aber betont, dass "viele unserer Funktionäre die Einsetzung der Ausschüsse als Provokation und Affront empfunden" hätten.
Deutlich anderer Meinung ist der burgenländische ÖVP-Chef und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl. Er wettert im "Standard"-Interview gegen die SPÖ - und sagt: "Mittlerweile kenne ich niemanden in der ÖVP, der für die große Koalition ist." Steindl hat, wie er selbst erzählt, ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel empfohlen, "die Ausschüsse abzuwarten bis Weihnachten".
(apa/red)
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