Mittwoch, 8. November 2006

Abschluss des Banken-U-Ausschusses 2006 nicht möglich: Graf rechnet mit Ende im März

  • Vorsitzender verweigert Stellungnahme zu "Olympia"

Der Vorsitzende des Banken-Untersuchungsausschusses, Martin Graf, rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten im März. Das von der ÖVP gewünschte Datum Weihnachten werde sich nicht ausgehen, sagte er Mittwoch in der "ZiB 2". Auf Fragen zur Burschenschaft Olympia, bei der er Mitglied ist, und dem wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilten Ex-FPÖ-Bundesrat John Gudenus verweigerte der FPÖ-Abgeordnete die Antwort.

Angesprochen auf die Aussage des FPÖ-Abg. Wolfgang Zanger, wonach es am Nationalsozialismus auch gute Seiten gegeben habe, wiederholte Graf zunächst seine Aussage, dass er "weder am nationalen noch am internationalen Sozialismus etwas Gutes" finde. Und er bekräftigte auch seine frühere Aussage, dass er sich zur deutschen Volksgemeinschaft bekenne, weil seine Mutter eine vertriebene Volksdeutsche sei und er auch auf väterliche Seite entsprechende Wurzeln habe.

Als er allerdings auf seine Mitgliedschaft in der Burschenschaft Olympia, deren Verehrung für Norbert Burger und deren Einladung David Irvings, sowie Gudenus' Zweifel an der Existenz der Gaskammern angesprochen wurde, blockte Graf ab. "Wir müssen uns schon an die Spielregeln halten", sagte er. Er sei als U-Ausschuss-Vorsitzender eingeladen - und wolle "zu allem anderen keine Stellungnahme und keinen Kommentar" abgeben. (apa/red)

8.11.2006 22:45