Kopfläuse kapern St. Pöltner Schule: Über 1.000 Schüler vorsorglich heim geschickt!
- HAK blieb zwei Tage lang wegen Befalls geschlossen
- Kopfläuse sind zwar äußerst lästig, aber ungefährlich
Kopfläuse treten in Schulen und Kindergärten mit schöner Regelmäßigkeit auf. Dass die kleinen Blutsauger aber gleich eine ganze Schule "leer fegen", ist doch ungewöhnlich: In St. Pölten wurden 1.016 Schüler und mehr als 100 Lehrer der Handelsakademie und Handelsschule vorsorglich nach Hause geschickt, nachdem 80 Fälle bekannt geworden waren.
Am Montag soll der Unterricht wieder aufgenommen werden, berichtet die Tageszeitung "Kurier". Die betroffenen Jugendlichen werden voraussichtlich länger fernbleiben, berichtete Johannes Trümmel vom NÖ Landesschulrat auf Anfrage.
Dem Zeitungsbericht zufolge begann das "tierische" Problem zu Wochenbeginn - betroffen war eine Klasse der Leistungssportler, die im Bundesschülerheim der niederösterreichischen Landeshauptstadt untergebracht sind. 50 Schüler wurden heimgeschickt, das lästige Ungeziefer hatte sich jedoch bereits neue Wirte gesucht und auf den Köpfen weiterer Jugendlicher eingenistet.
Ideale Kopflaus-Bedingungen in Schulen
Kopfläuse sind zwar lästig, aber nicht gefährlich. Ein Problem ist allerdings die schnelle Übertragung auf andere Personen, weshalb das Ungeziefer in Schulen ideale Verhältnisse vorfindet. Auffälligster Hinweis auf einen Befall ist der Juckreiz. Die kleinen Parasiten lassen sich mit Shampoos aus der Apotheke beseitigen, entsprechende Merkblätter gibt es in Schulen und Kindergärten.
Laut dem "Kurier" werden in der Wiener Desinfektionsanstalt jährlich 8.000 Entlausungen vorgenommen. Tendenz steigend. "Es gibt nicht mehr Läuse", so der Chef Andreas Flaschinger, "aber die Leute haben weniger Scham als früher." Für Haare bis 15 cm Länge werden 16,30 Euro verrechnet, für längere 24,40 Euro. (apa/red)
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