Mittwoch, 8. November 2006

Zuwandererquote sinkt minimal: Abbau bei der "Mobilitätsquote" für Nicht-EU-Ausländer

  • Quote liegt nächstes Jahr bei 6.985 Leuten statt 7.000

Die Zuwandererquote sinkt 2007 minimal von 7.000 auf 6.985 Personen. Das sieht die Niederlassungsverordnung vor, die von Innenministerin Prokop in Begutachtung geschickt wurde. Abgebaut wurde vor allem bei der so genannten "Mobilitätsquote" für Nicht-EU- Ausländer mit Arbeitsgenehmigung, mehr Personen dürfen im Rahmen des Familiennachzugs und als Schlüsselkräfte nach Österreich reisen.

Insgesamt ist die Quote unter Schwarz-Blau bzw. Schwarz-Orange seit dem Machtwechsel im Jahr 2000 um 1.533 Personen gesunken. Díe Zahlen für 2007 im Detail: Die größte Gruppe machen neuerlich jene Personen aus, die unter den Titel Familienzusammenführung fallen, nämlich 4.605 (2006: 4.480). Dabei wurde auch auf sich eventuell bildende Rucksäcke Rücksicht genommen, erläutert das Innenministerium. Denn eigentlich beträgt die Ausschöpfungsquote derzeit nur etwa 56 Prozent.

Bei den unselbstständigen Schlüsselkräften und ihren Familienangehörigen dürfen 1.420 Personen zuwandern, was einem Plus von 295 Plätzen entspricht. Dahinter kommen 320 Personen aus der Zweckwechselquote (nach 645), das sind jene Zuwanderer, bei denen sich der Grund für ihre Zulassung geändert hat.

Ebenfalls stark reduziert wurde die Zulassung im Rahmen der "Mobilitätsquote". Diese betrifft Nicht-EU-Bürger, die aber dauerhaftes Aufenthalts- und Arbeitsrecht haben. Statt 350 sind nun nur noch 250 Ausländer unter diesem Titel neu zugelassen. Die Privatier-Quote wurde von 260 auf 245 gedrückt. Einen minimalen Anstieg gibt es bei den selbstständigen Schlüsselkräften, und zwar von 145 auf 150.

Nichts ändern wird sich voraussichtlich bei den umstrittenen Saisonniers, von denen 7.500 gleichzeitig tätig sein dürfen. Bei den Erntehelfern sind es wie 2006 7.000. (apa)

8.11.2006 09:54