Dienstag, 7. November 2006

Tragischer Todesfall in Tirol: Vierjähriges Kleinkind nach Mandel-Operation gestorben

  • Innsbruck: Bub verblutete nach Routine-Eingriff

Ein Routineeingriff an der Innsbrucker Klinik hat ein vierjähriges Kind kürzlich das Leben gekostet. Der kleine Bub verblutete nach einer Mandeloperation zu Hause. Der tragische Fall war laut Radio Tirol bereits der sechste in Österreich.

Die Entfernung der Gaumenmandeln stellt eigentlich keine große Herausforderung für Hals-Nasen-Ohrenärzte dar. Die Mandeln werden unter Vollnarkose herausgeschält. Dabei entsteht zwar eine großflächige Wunde, die normalerweise nach drei Wochen verheilt ist.

Probleme könne es bei der Wundheilung geben, sagte der Leiter der HNO-Klinik in Innsbruck, Univ.-Prof. Gunkel. Gerade bei Kindern könne es zu Nachblutungen beziehungsweise sogar zu einer Sturzblutung nach dem Aufplatzen der Wunde kommen. "Und das ist gerade bei Kindern problematisch, weil Kinder eine wesentlich geringere Blutmenge als Erwachsene haben", meinte Gunkel. Dann zählt jede Sekunde.

(apa)

7.11.2006 15:47