Montag, 6. November 2006

Polizei im nächtlichen Einsatz: Zwei Wiener Pelzgeschäfte als Ziel von Kriminellen

  • Vermutlich Tierschützer demolierten Schaufenster
  • Einbrecher mit Auto als Rammbock gegen Geschäft

Zwei Polizeieinsätze bei Kürschnereien hat es in Wien gegeben. Vermutlich Tierschützer demolierten in Meidling zwei Auslagenscheiben, während in der Linzer Straße in Penzing Einbrecher mit einem Auto als Rammbock zunächst erfolgreich waren. Wenig später wurde jedoch einer der drei Täter beim Umladen der Beute erwischt.

Um 4.10 Uhr krachte ein vor wenigen Tagen in Wien gestohlener Audi in die Scheibe der Kürschnerei in der Linzer Straße 255. Die drei Täter bedienten sich bei den wertvollen Pelzen, wurden dabei aber laut Major Manfred Briegl von der Kriminaldirektion 1 von einem Zeugen beobachtet.

Die alarmierte Polizei überraschte die Kriminellen beim Penzinger Friedhof und konnte einen 22-jährigen Serben festnehmen, während seinen beiden Komplizen die Flucht gelang. Die bereits in einen anderen Pkw umgeladene Beute wurde wenig später sichergestellt. Die Einvernahme des jungen Mannes war am frühen Nachmittag noch im Gange. Dieses Trio kann übrigens nicht mit dem ebenfalls in der Nacht auf Montag in Linz verübten Einbruch in ein Pelzgeschäft in Zusammenhang gebracht werden.

Die Attacke gegen das Geschäft in Meidling dürfte nicht wie zunächst vermutet ein Einbruch gewesen sein. Fand dort erst kürzlich eine Demonstration von Tierschützern statt. Laut Oberstleutnant Michael Mimra vom Kriminalkommissariat Süd könnten die Täter aus diesem Umfeld stammen. Die angebliche Verwendung eines Schlachtschussapparats sei übrigens eine Spekulation des Geschäftsbesitzers gewesen.

(apa/red)

6.11.2006 13:54