Mittwoch, 1. November 2006

Arnold Schwarzenegger, 59: Im Clan der Mächtigen - Seine Familie und sein Netzwerk

  • Kaliforniens Gouverneur steht vor einem Erdrutschsieg.

Arnie: Familie, Freunde, Strategien – die einfachen Erfolgsrezepte
des mächtigen Gouverneurs.

Ein Irrtum ist ausgeschlossen, so daneben können selbst Meinungsforscher nicht liegen: Arnold Schwarzenegger, 59, wird bei den Gouverneurswahlen am 7. November in Kalifornien gegen seinen demokratischen Herausforderer Phil Angelides, 53, einen „big win“ einfahren, einen Erdrutschsieg. In allen Umfragen liegt er zweistellig vorne, selbst das mehrheitlich demokratische Hollywood zollt dem Republikaner Beifall und ruft zur Wiederwahl auf. Das sind die Erfolgsrezepte der „Eiche“.

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft“, verkündet er bei seinen Wahlveranstaltungen und erntet dafür tosenden Applaus. „Wir müssen ihnen positive Alternativen anbieten.“ Lesen zum Beispiel: „Ich fordere meinen neunjährigen Sohn auf, den Fernseher doch abzudrehen, damit wir eine Stunde gemeinsam lesen können.“ Schwarzenegger ist dabei glaubhaft, er ist Vater von vier Kindern, die er so weit wie möglich von Glamour und Öffentlichkeit abschirmt. Katherine, inzwischen schlank und rank, wird im Dezember 17, Christina ist 15, Patrick 13 und Christopher neun. Patrick nimmt er gern zu seinen sonntäglichen Motorradausfahrten mit, packt ihn in seine Beiwagen-Harley.

Das gemeinsame Frühstück ist den Schwarzeneggers heilig. Arnold kocht selbst, nimmt sich jeden Tag Zeit, mit seiner Familie den Tagesablauf zu besprechen. Die Harmonie, sagt er, bringt seine Frau Maria Shriver, 51, in die imposante, mit europäischen und asiatischen Kunstwerken voll gestopfte Schwarzenegger-Festung in Brentwood, einem Nobelvorort von Los Angeles. Als Gouverneur verdient er nur einen Dollar pro Jahr. Am Hungertuch braucht er trotzdem nicht zu nagen: Sein Vermögen wird auf eine Milliarde Dollar geschätzt, er platziert es auf Aktienmärkten; besitzt Immobilien von Ohio bis L. A. Seine Boeing 747 hat er an die Singapore Airlines verleast. Aus diesen Geschäften verdiente er 2004 – laut Steuererklärung – 25 Millionen Dollar.

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1.11.2006 18:05