Donnerstag, 2. November 2006

Umfrage zeigt: 1,4 Millionen Österreicher haben noch nicht für Pension vorgesorgt

  • Staatliche Vorsorge liegt vor Lebensversicherung
  • Aber immer mehr Junge haben sich schon abgesichert

Die private Vorsorge wird für die Österreicher immer wichtiger. Rund 1,4 Millionen Österreicher haben aber noch nicht vorgesorgt, weitere 706.000 fühlen sich trotz Vorsorge "unzureichend abgesichert". Das geht aus dem aktuellen GfK-Trendbarometer Eigenvorsorge 2006 hervor. Zweitbeliebtestes Produkt hinter der Lebensversicherung ist bereits die staatlich gefördert Zukunftsvorsorge.

"Die dritte Säule des Pensionssystems wird zwar immer tragfähiger. Viele haben das trotzdem noch nicht als eigene Verantwortung erkannt und verlassen sich auf den Staat", so Alexander Zeh, Leiter Finanzmarktforschung bei Fessel-GfK.

Laut einer Umfrage unter 2.000 Personen halten 52 Prozent der Befragten Eigenvorsorge für sehr wichtig, weitere 40 Prozent für wichtig. "Knapp zwei Drittel der befragten Personen sind mittlerweile der Meinung, dass das ideale Alter unter 30 Jahren liegt", erläutert Zeh. 1996 war es nur jeder dritte Befragte. 11 Prozent setzen heuer das ideale Einstiegsalter sogar unter 20 Jahren an.

Vor allem bei den jüngeren Bevölkerungsschichten gewinnt die Eigenvorsorge rasch an Bedeutung. Fast die Hälfte der 20 bis 24- Jährigen hat schon unter 20 Jahren erste Vorsorgeschritte gesetzt. Insgesamt haben 2,8 Millionen Österreicher zwischen 20 und 54 bereits Schritte zur Eigenvorsorge gesetzt.

Das klassische Vorsorgeprodukt bleibt auch 2005 die Lebensversicherung, obwohl sie in den vergangenen Jahren sukzessive an Bedeutung verloren hat (von 55 auf 44 Prozent). "Für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge haben sich mittlerweile 27 Prozent der Befragten entschieden. Sie liegt damit schon auf Platz 2", stellt Zeh fest. 10 Prozent setzen auf Wertpapiere. Vorsorge per Sparbuch (22 Prozent), Bausparvertrag (24 Prozent) oder Immobilien (10 Prozent) ist tendenziell rückläufig. (apa)

2.11.2006 17:06