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Ajax ist der Austria eine Nummer zu groß
- Trotz guter Vorstellung klare 0:3-Schlappe kassiert
- Traum vom Achtelfinal-Aufstieg ist endgültig geplatzt

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Trotz guter Leistung 3:0- Niederlage gegen Ajax
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0:3 in der ArenA gegen Ajax Amsterdam - die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, die Leistung der Wiener Austria im UEFA-Cup war kurioserweise dennoch durchaus beachtlich. Georg Zellhofer formulierte es nach seiner ersten internationalen Bewährungsprobe mit violetter Klubkrawatte um den Hals so: "Das Ergebnis tut weh, nach dieser Leistung können wir uns aber in den Spiegel schauen. Unterm Strich haben wir uns gut verkauft."
Den entscheidenden Unterschied haben an diesem Abend das bewährte Kurzpassspiel sowie die nahezu perfekte Chancenauswertung nach Standardsituationen (alle drei Gegentore) der Amsterdamer ausgemacht. "Wir haben gegen eine echte Klassemannschaft verloren", ergänzte General Manager Thomas Parits.
Traum vom Aufstieg geplatzt
Der Traum vom Aufstieg ins 1/16-Finale ist nach zwei Partien, zwei Niederlagen und 1:7 Toren (zuvor 1:4 daheim gegen Zulte-Waregem) dennoch praktisch geplatzt. In der dritten Runde der Gruppe F ist die Austria am 23. November spielfrei, in den restlichen zwei Partien zu Hause gegen Sparta Prag (30. November) und auswärts gegen Espanyol Barcelona (13. Dezember) wären dann Siege Pflicht. Und selbst dann wäre Rang drei und somit der Aufstieg noch lange nicht garantiert.
Auch wenn das taktische 4-2-3-1-Konzept Zellhofers lange Zeit hervorragend griff und Ajax kaum zu Chancen kam (ein Torschuss vor der Pause), phasenweise ließen die Rot-Weißen rund um Wesley Sneijder und Doppeltorschütze Klaas Jan Huntelaar dann doch ihre spielerische Sonderklasse aufblitzen. "Dieses Tempo ist Hölle, technisch ist das schon gewaltig. Sensationell, wie sicher diese Mannschaft kombinieren kann", geriet Zellhofer ins Schwärmen.
Weltklasse-Trainer im Ajax-Nachwuchs
Von den Rahmenbedingungen beim vierfachen Meistercup- bzw. Champions-League-Sieger und zweifachen Weltcup-Gewinner ganz zu schweigen. Nicht nur das Heimstadion ArenA ist eine andere Welt, auch die dutzenden Trainingsplätze für Ajax und seine zahlreichen Jungteams. Wie wertvoll den Amsterdamern die Jugendarbeit nach wie vor ist, zeigt schon die Tatsache, dass mit Frank de Boer (U13), Arnold Mühren (U14), Bryan Roy (U17), Sonny Silooy (U19) oder Aron Winter (Young Ajax) ehemalige Weltklassekicker als Trainer der Ajax-Kids im Einsatz sind.
Dass sich das bezahlt macht, hat auch Markus Kiesenebner, der beim 2:0 den Ball unglücklich mit dem Schienbein ins Tor lenkte, aus nächster Nähe mitverfolgen können. "Ajax lässt den Ball laufen, spielt aber eigentlich nur leichte und sichere Pässe", so der Mittelfeldspieler über den niederländischen Rekordmeister und Tabellenführer. "Im Kurzpassspiel sieht man die Klasse von Ajax", meinte auch Wolfgang Mair. Dennoch hätten die Austrianer in der 6. Minute in Führung gehen müssen, denn Hannes Aigner vergab mutterseelenallein vor dem Ajax-Tor. "Da gibt es keine Diskussion, den muss ich machen", ärgerte sich die Solospitze der Violetten selbst am meisten.
Junge Hüpfer führen Austria vor
Ajax-Coach Henk ten Cate analysierte den Pflichtsieg trocken. "Austria hatte nur einen Stürmer, sie waren nur aufs Verteidigen aus und wollten nicht hoch verlieren. Wir haben auf Angriff gespielt und viel Risiko genommen. Da besteht immer die Gefahr eines Gegentores." Das Durchschnittsalter der 14 eingesetzten Ajax-Spieler betrug trotz Captain Jaap Stam (34) 23,9 Jahre.
(apa/red)
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