Sonntag, 5. November 2006

"So kann es ruhig weiter gehen": Sturm schöpft nach 2:0 vs. Altach wieder Hoffnung

  • Söndergaard bleibt zumindest bis Winter GAK-Trainer
  • Altach nach Rot-Reigen stinksauer auf Referee

Es scheint, als ob der Monat November der des SK Puntigamer Sturm Graz werden könnte. Nachdem am Allerseelentag Hans Fedl zum neuen Präsidenten gewählt worden war und endlich ein bisschen Ruhe einkehrte, stürmte der Klub in der T-Mobile Fußball-Bundesliga zu einem 2:0-Erfolg über Altach. Fast 10.500 Fans in der UPC-Arena feierten die neue Aufbruchstimmung.

Neo-Präsident Fedl meinte nach dem Spiel knapp: "So kann es ruhig weiter gehen." Vor der Begegnung war er für eine Ansprache von den Fans mit "Standing Ovations" begrüßt worden. Den Grazer Spielern tat die Kulisse mehr als gut, eine schnelle 2:0-Führung war die Folge. Auch die guten Nachrichten der vergangenen Tage ging an den Protagonisten nicht spurlos vorbei. "Das war ein positiver Schub für uns", meinte Routinier Ernst Dospel.

Ob es für den in finanziellen Nöten befindlichen Verein so positiv weitergeht, werden die nächsten vier Wochen zeigen. Nach der Gläubigerversammlung am Dienstag wird einen Monat später, am 7. Dezember, entschieden, ob der Zwangsausgleich durchgeht. Noch davor wollen die Vereins-Verantwortlichen um Fedl eine außerordentliche Generalversammlung abhalten, in der der neue Vorstand abgesegnet werden soll.

Altachs Trainer nach Rot-Reigen stinksauer auf Referee
Sorgen anderer Art hatte Gegner Altach. Trainer Michael Streiter haderte nach der Begegnung mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters. Vor allem die Roten Karten gegen Dorta (Foulspiel) und Ledezma (Unsportlichkeit) stießen ihm sauer auf: "Es gab heute komische Entscheidungen. Ich glaube, dass er (Schiedsrichter Steiner/Anm.) keine ruhige Nacht haben wird, wenn er sich die Partie nochmal im Fernsehen anschaut."

Mattersburgs Lederer vergleicht mit Schülermannschaft
Mattersburg-Trainer Franz Lederer plagen ebenfalls Sorgen. Nach der 2:6-Niederlage in Ried, die übrigens die höchste in der Mattersburger Bundesligageschichte war, verglich er sein Team mit einer Schülermannschaft. "Gegen Salzburg können einige zeigen, was ihnen der SVM wert ist. Wer das nicht weiß, hat den Beruf verfehlt." Sein Gegenüber Helmut Kraft war rundum glücklich: "Das Pech vom Saisonbeginn kommt jetzt umgewandelt in einer Glückssträhne zurück. Und mit Altach im nächsten Spiel haben wir noch eine Rechnung offen."

Söndergaard bleibt zumindest bis zur Winterpause GAK-Trainer
Der Däne Lars Söndergaard bleibt zumindest bis zur Winterpause Trainer des Fußball-Bundesligisten Grazer AK. Dies bestätigte GAK-Präsident Stephan Sticher in einem Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Söndergaard, Sticher und Sportdirektor Thomas Hösele haben bei einem Treffen die weitere Vorgehensweise besprochen. "Söndergaard bleibt bis zur Winterpause Trainer. Ich glaube an seine Fachkompetenz", sagte der Präsident.

(apa/red)

5.11.2006 14:32