Verspäteter Ski-Auftakt: ÖSV-Slalomherren im Privatjet zum Weltcup nach Finnland
- Firma stellt Skiverband den Firmenjet zur Verfügung
- PLUS: Neues Outfit - Maier & Co. wieder in rot & weiß
Nach der wetterbedingten Absage in Sölden stehen nun die beiden Weltcup-Slaloms kommende Woche in Levi/Finnland (11./12. November) im Zeichen des Auftakts zum alpinen Ski-Weltcup 2006/2007. Österreichs Herren haben bei der Anreise in den Hohen Norden einen Startvorteil. Sie fliegen am 10. November mit einem Privatjet von Salzburg aus direkt zum ersten Saisonrennen.
Möglich ist das durch die Unterstützung des Salzburger Kran-Herstellers Palfinger, der seinen neunsitzigen Firmenjet dem ÖSV im kommenden Winter mehrmals zur Verfügung stellen wird. Der Vorteil ist nicht unbeträchtlich und wird auch helfen, Anfang Dezember die Anreise-Strapazen nach Val d'Isere unmittelbar nach der Rückkehr Nordamerika-Tournee zu mildern. Auch während der WM im Februar in Aare soll der Jet eingesetzt werden.
"So etwas erspart natürlich einiges an Reisestress", freute sich Giger über das "freundliche Entgegenkommen" des österreichischen Unternehmens. Auch die ÖSV-Damen werden fallweise am "Jet-Set" teilnehmen.
Beim Saisonstart gehören zunächst die Slalom-Asse dem neuen Jet-Set an. Während man von Österreich aus mit einem Linienflug praktisch einen ganzen Tag unterwegs ist, um das 170 Kilometer nördlich des Polarkreises liegende Levi zu erreichen, setzt ein Privatjet schon nach wenigen Stunden am Ziel auf. Benni Raich und Co. können noch am selben Tag im Weltcuport trainieren und sind zudem schon am Abend des Renn-Sonntages wieder zurück in Österreich. Unmittelbar danach geht es ja zum Trainingslager nach Sun Peaks in Kanada.
Damen fliegen per Linienflug nach Finnland
Während Österreichs Slalom-Herren damit erst zwei Tage vor dem ersten Saisonrennen am 12. November nach Lappland fliegen können, machen sich die ÖSV-Damen schon früher per Linienflug auf den Weg nach Finnland. Sie absolvieren ihre Saison-Eröffnung einen Tag vor den Herren und trainieren die Woche davor bereits im Weltcupgelände. Im Gegensatz zu Sölden herrschen in Nordfinnland seit Wochen tiefe Temperaturen, was die Produktion von Maschinenschnee erlaubt.
Die ÖSV-Damen sind auch in einer anderen Beziehung vorne weg. In Marlies Schild, Nicole Hosp, Kathrin Zettel, Michaela Kirchgasser, Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Christine Sponring und Daniela Zeiser ist das Achter-Team für Levi bereits fix.
Bei den Herren entscheiden hingegen Zeitläufe am kommenden Samstag am Mölltaler Gletscher darüber, wer von den jungen Läufern neben Benjamin Raich, Rainer Schönfelder, Manfred Pranger, Mario Matt und Andreas Omminger am 10. November in den Privatflieger steigen darf. Kandidaten auf die vier Startplätze sind Christoph Dreier, Romed Baumann, Dominik Koll, Patrick Bechter sowie die beiden kaderlosen Läufer Kurt Engl und Martin Marinac. Die Mannschaft wird am Montag nominiert. (APA/red)
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