Kerry entschuldigt sich für Irak-Sager:
Für missglücktem "Scherz" bei US-Soldaten
- Kritik prasselte auch aus der eigenen Partei nieder
- Bush und Hillary Clinton prominenteste Kritiker
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Endspurt im Kongress- und Senats-Wahlkampf
Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat sich nach heftigen Protesten auch aus seiner eigenen Partei wenige Tage vor den Kongresswahlen nun doch für Äußerungen über US-Soldaten im Irak entschuldigt. Sein "schlecht vorgetragener Scherz" habe keineswegs auf das US-Militär gezielt, heißt es in einer in Washington veröffentlichten Stellungnahme. "Ich bedaure tief, dass meine Worte falsch interpretiert worden waren als Negatives über jene in Uniform, und ich entschuldige mich persönlich bei jedem Mitglied der Streitkräfte, ihren Familienangehörigen und Amerikanern, die sich beleidigt gefühlt haben."
Zuvor hatte der demokratische Senator, der sich aus dem Wahlkampf zurückzog, bereits im Sender MSNBC sein Bedauern darüber geäußert, dass seine Äußerung falsch verstanden worden sei. Es sei ein "missglückter Scherz" gewesen, der ihm leid tue. Für eine Entschuldigung bei der Armee sah er aber keinen Anlass.
Kerry hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Pasadena (US-Bundesstaat Kalifornien) vor Studenten die Bedeutung einer soliden Bildung betont. Dann hatte er gesagt: "Wer hart studiert, seine Hausaufgaben macht und versucht, clever zu sein, kann es zu etwas bringen. Wenn nicht, dann endet man im Irak."
US-Präsident George W. Bush und die demokratische Senatorin Hillary Clinton waren die prominentesten Kritiker der Kerry-Äußerung wenige Tage vor der Kongresswahl, bei der den Republikanern laut Umfragen eine herbe Niederlage droht. In den USA beherrschten die Kerry-Äußerungen für zwei Tage die öffentliche Diskussion. Die Republikaner beschuldigten den Senator, die US-Soldaten im Irak beleidigt zu haben.
(apa)
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