Mängel bei Sicherheit an Flughäfen: Messer, Pistolen und Bombenattrappen unentdeckt
- Deutschland: Nachschulungen für Sicherheitspersonal
- Nur 63 % versteckter Waffen bei Realtests gefunden
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Bei Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen bleiben Messer, Pistolen oder Bombenattrappen nach Berichten von "Spiegel" und "Report Mainz" häufig unentdeckt. Als Beispiel nennt das Magazin "Der Spiegel" Überprüfungen der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. Dort sei im ersten Halbjahr 367 Mal die Arbeit der Sicherheitskontrolleure überprüft worden. In mehr als einem Drittel der Fälle innerhalb eines Quartals sei es den Sicherheitsleuten gelungen, gefährliche Gegenstände an den Kontrolleuren vorbei zu schmuggeln.
19 Mitarbeiter des privaten Flughafen-Sicherheitsdienstes seinen nach den Tests nachgeschult, zwei entlassen worden. Der Flughafenbetreiber Fraport wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage von dpa nicht äußern.
Nach einem Bericht des TV-Magazins "Report Mainz" hat Fraport in einem internen Schreiben im Mai "deutliche Defizite" bei den Sicherheitskontrollen festgestellt. Es sei nicht akzeptabel, dass nur 63 Prozent der von der Bundespolizei bei so genannten Realtests versteckten Waffen oder Bombenattrappen bei den Fluggastkontrollen gefunden worden seien. Laut "Report" lagen die Ergebnisse der Tests in Frankfurt schon in den vergangenen Jahren auf ähnlich niedrigem Niveau. Am Stuttgarter Flughafen dagegen seien die Tests zu fast 100 Prozent bestanden worden.
(apa/red)
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