Donnerstag, 2. November 2006

Unglück in der Ostsee - Frachter gesunken: Suche nach Vermisstem wurde eingestellt

  • Ein Seemann erlag Verletzungen - 12 Mann gerettet
  • Schwedischer Containerfrachter bei Sturm gekentert
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Bei einem Frachterunglück in der stürmischen Ostsee sind zwei Seeleute ums Leben gekommen. 13 Besatzungsmitglieder des vor der Südostküste Schwedens gekenterten Containerschiffes "Finnbirch" konnten in einer dramatischen Rettungsaktion per Hubschrauber zunächst lebend von Bord gerettet werden, wie ein Sprecher der Rettungskräfte berichtete. Ein von den Philippinen stammendes Besatzungsmitglied erlag jedoch später seinen Verletzungen.

Ein weiterer Seemann galt als vermisst. Für ihn gab es nach Stunden in der eiskalten Ostsee keine Überlebenschance mehr. An der deutschen Ostseeküste sorgte das Sturmtief "Britta" für Überschwemmungen und umgeknickte Bäume.

Der Frachter war bei schwerem Sturm und hohen Wellen zwischen den Inseln Gotland und Öland in Seenot geraten und am Abend gesunken. Zwei Helikopter und vier Schiffe, die in der Nähe waren, kamen der Besatzung zur Hilfe. Per Hubschrauber konnten die Männer schließlich vom Rumpf der "Finnbirch" geborgen werden.

Das Sturmtief hatte Skandinavien einen verfrühten Wintereinbruch gebracht. Über Schweden tobten Schneestürme und brachten den Bahnverkehr zum großen Teil zum Erliegen. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. Der Fährverkehr zwischen Gotland und dem schwedischen Festland wurde eingestellt, auch in Dänemark war der Fährverkehr betroffen. Zwei Brücken über den Großen Belt und den Öresund wurden sicherheitshalber für den Autoverkehr gesperrt.

(apa/red)

2.11.2006 13:02