Mittwoch, 1. November 2006

Mangel an Beweisen: Britische Justiz muss Terror-Verdächtige in London freilassen

  • Männer nach vereitelten Fliegerattentaten gefasst
  • Beteiligung an Terrorplanung nicht nachweisbar

Aus Mangel an Beweisen hat die britische Justiz zwei Brüder wieder auf freien Fuß gesetzt, die im Zusammenhang mit den im August vereitelten Plänen für Anschläge auf Transatlantikflüge gefasst worden waren. Der 24 Jahre alte Mehran Hussain und sein 25- jähriger Bruder Umair waren beschuldigt worden, nicht die Anschlagspläne gemeldet zu haben, die ihrem dritten Bruder Nabeel vorgeworfen werden.

Die Justiz beschuldigt insgesamt elf Verdächtige der Verschwörung zum Mord und zu terroristischen Anschlägen, zwei weitere Angeklagte lediglich der Vorbereitung terroristischer Akte. Die Sicherheitsbehörden hatten im August bei einem Großeinsatz insgesamt 25 Verdächtige festgenommen. Ihnen werden Pläne vorgeworfen, an Bord von Passagiermaschinen während des Fluges Sprengstoffe aus eingeschmuggelten Flüssigkeiten herzustellen und zu zünden.

Scotland Yard sprach damals von einem "versuchten Massenmord in einem bisher unvorstellbarem Ausmaß". Die meisten Verdächtigen sind Briten pakistanischer Abstammung.

Unterdessen ist nahezu eine ganz muslimische Familie im Nordwesten Großbritanniens Opfer eines Hausbrandes geworden. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung.

Das Feuer hat eine 39 Jahre alte Mutter sowie ihre vier Töchter im Alter zwischen drei und 16 Jahren getötet. Der Vater wurde lebensgefährlich verletzt. Das fünfte Kind der Familie hielt sich zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Haus auf, weil es in einem Krankenhaus wegen Leukämie behandelt wird. (apa/red)

1.11.2006 19:25