Nach schweren Unwettern: Mindestens
20 Todesopfer im Südosten der Türkei
- Mehr als hundert Menschen von Hausdächern gerettet
- Zahlreiche Dorfbewohner gelten als vermisst
Bei Überschwemmungen nach schweren Unwettern im Südosten der Türkei sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Allein 14 Menschen starben, als ein Kleinbus zwischen den Provinzen Mardin und Diyarbakir von den Fluten weggerissen wurde, wie der Gouverneur von Diyarbakir, Efkan Ala, sagte.
In der anatolischen Provinz wurden eine Mutter und ihre beiden Kinder tot aus dem Wasser geborgen. Etwa ein dutzend Menschen galten nach Behördenangaben als vermisst.
Besonders betroffen waren die kleinen Städte Bismil und Cinar im mehrheitlich von Kurden bewohnten Diyarbakir sowie das Dorf Silopi nahe der Grenze zum Irak. Armeehubschrauber, dutzende Soldaten und Helfer des Zivilschutzes waren die ganze Nacht über im Einsatz, um mehr als hundert von den Fluten eingeschlossene Menschen von ihren Hausdächern in Cinar zu retten. In den betroffenen Gebieten wurden Krisenstäbe eingerichtet, die Schulen blieben geschlossen. Metereologen sagten weitere Regenfälle bis mindestens Freitag voraus. (apa/red)
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