Unglückliche Hand bei Personalauswahl: Terrorist arbeitete bei der Londoner U-Bahn!
- 25-Jähriger saß für Tat im Jemen im Gefängnis
- Kollegen fanden Identität des Mannes heraus
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"selbstverständlich"
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raten in Großbritannien
Die Londoner Verkehrsbetriebe sind unter Beschuss geraten, weil sie einen verurteilten Terroristen in der U-Bahn beschäftigt haben. Ein Subunternehmer der U-Bahnbetriebe Tube Lines habe Mohammed Kamel Mostafa nach den tödlichen Terroranschlägen vom vergangenen Sommer eingestellt, berichtete die britische Boulevardzeitung "The Sun". Der 25-Jährige sei 1999 im Jemen zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er Bombenanschläge geplant haben soll. Mostafa ist der Sohn des berüchtigten, aus Ägypten stammenden Hasspredigers Abu Hamza, den ein britisches Gericht im Februar zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt hatte.
Kollegen von Mohammed Kamel Mostafa seien dahintergekommen, wer er ist, berichtete die "Sun"; daraufhin sei ihm gekündigt worden. Die U-Bahnbetriebe bestätigten, dass er als Mitarbeiter eine Zugangsberechtigung gehabt habe. Der junge Mann sei allerdings vollkommen rechtmäßig eingestellt worden und habe alle Anforderungen erfüllt, weil er in Großbritannien niemals vor Gericht gestanden war. Der britische Abgeordnete Andrew Dismore von der regierenden Labour-Partei sagte, es sollte niemand für die U-Bahn arbeiten, der irgendwo in der Welt wegen Terrorismus verurteilt worden sei. Der innenpolitische Sprecher der konservativen Opposition, David Davis, forderte dies ebenfalls.
Ein Mann, der seine 24-jährige Tochter bei den Anschlägen im Juli vergangenen Jahres verlor, zeigte sich "sprachlos und schockiert": Mohammed sei "ein verurteilter Terrorist", sagte John Taylor - "und er hatte Zugang zu einigen der heikelsten Teile der U-Bahn". Bei den Anschlägen am 7. Juli waren 56 Menschen gestorben, unter ihnen die vier Attentäter. (apa)
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