Brutaler Drogenboss in Spanien gefasst: Kulumbianer für 1.000 Morde verantwortlich
- Nicht zahlende Schuldner wurden eiskalt ermordet
- USA setzten fünf Mio. Dollar Belohnung auf ihn aus
Die spanische Polizei hat einen der weltweit meistgesuchten Drogenbosse gefasst. Dabei handelte es sich um den Kolumbianer Orlando Sabogal Zuluaga, der zu den Chefs des mächtigsten Drogenkartells der Welt gezählt wird. Das im Nordwesten Kolumbiens agierende Kartell "Norte del Valle" wird nach spanischen Angaben für über 1.000 Morde in dem lateinamerikanischen Land verantwortlich gemacht.
Wie die Polizei mitteilte, wurde der 40-Jährige in einem Einkaufszentrum in Majadahonda bei Madrid festgenommen. Die US-Botschaft in Madrid hatte den Fahndern den Hinweis gegeben, dass der Gesuchte möglicherweise in Spanien ist. Die USA hatten für die Ergreifung des Drogenbosses eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (knapp vier Millionen Euro) ausgesetzt.
Sabogal Zuluaga gilt nach diesen Angaben als die "Nummer zwei" des Drogenkartells, das weltweit 30 bis 50 Prozent des Kokainschmuggels kontrollieren soll. Er werde verdächtigt, in zahlreiche Morde der Organisation verwickelt gewesen zu sein, teilte die spanische Polizei mit. Die Bosse des Drogenkartells hätten den Befehl erteilt, all jene umzubringen, die ihre Schulden bei der Organisation nicht beglichen. Das Kartell "Norte del Valle" hatte in den neunziger Jahren das Cali-Kartell als mächtigsten Drogenring in Kolumbien abgelöst. (apa/red)
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