Sima ärgert sich über Pröll-Aussagen: SPÖ hat zu Verhandlungen Konzept vorgelegt
- Stadträtin: Von ÖVP gab es "dürre Überüberschriften"
- Verhalten der ÖVP erhöht Gesprächsklima nicht
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Sehr verärgert reagiert die Wiener Umweltstadträtin Uli Sima auf Behauptungen von ÖVP-Landwirtschaftsminister Josef Pröll, wonach die SPÖ in den Detailverhandlungen über die Bildung einer Großen Koalition keine Konzepte vorgelegt hätte. Ganz im Gegenteil sei es bei der ersten Runde des Arbeitskreises zum ländlichen Raum so gewesen, dass die Sozialdemokraten ein dick bedrucktes siebenseitiges Dokument vorgelegt hätten. Von der ÖVP habe es dafür nur ein paar "dürre Überüberschriften" gegeben, betont die Stadträtin im Gespräch mit der APA.
Wie Sima betonte, habe man seitens der SPÖ ein sehr umfangreiches Papier erstellt, um der ÖVP eine Orientierung zu geben, worüber die Sozialdemokraten im Detail sprechen wollten. Hinzugefügt worden seien einige Fragen, um die finanziellen Möglichkeiten für die diversen Maßnahmen abzuklären.
Wenn jetzt Pröll beklage, dass hier seitens der SPÖ nichts komme, finde sie das "arg". Denn in der ÖVP habe man sich bei der bisher einzigen Aussprache in der Gruppe "eher darüber aufgeregt", dass zu viele Fragen der Sozialdemokraten vorgebracht worden seien. Skepsis bezüglich der Verhandlungsbereitschaft der Volkspartei hat bei Sima auch erregt, dass man die Umweltfragen überhaupt erst am 10. November debattieren habe wollen, da vorher die VP-Verhandler in diesem Bereich keine Zeit gefunden hätten und so der Landwirtschaftsbereich vorgezogen habe werden müssen.
Dass jetzt die ÖVP dann auch noch behaupte, dass die SPÖ keine Papiere vorlege, erhöhe das Gesprächsklima nicht, kritisierte Sima. Trotzdem bleibt ihre Forderung: "Sie sollen zurückkommen und mit uns sprechen."
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