Dienstag, 31. Oktober 2006

Heinz Fischer weiterhin für Große Koalition: Keine Überlegungen in Richtung Neuwahlen

  • "In ständigem Kontakt" mit Schüssel & Gusenbauer

Die Präsidentschaftskanzlei am Ballhausplatz als Drehpunkt der Innenpolitik. In einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei hieß es wörtlich, "die Situation ist ungewöhnlich und verlangt Besonnenheit und sorgfältige Überlegung aller weiteren Schritte". Bundespräsident Heinz Fischer bewege sich "nach wie vor auf der Basis jener Überlegungen, die davon ausgehen, dass im Lichte des Wahlergebnisses eine Zusammenarbeit der beiden großen Parteien die für Österreich sinnvollste Lösung wäre. Am Aufbau des dafür notwendigen Vertrauens muss intensiv gearbeitet werden."

Fischer sei von ÖVP-Obmann Bundeskanzler Wolfgang Schüssel über die Ergebnisse der Vorstandssitzung der ÖVP unterrichtet worden. Der Vorstand hatte beschlossen, die Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ auszusetzen. Daraufhin war SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer zu einem Gespräch mit Fischer in die Hofburg gekommen. "Der Bundespräsident ist sowohl mit Dr. Schüssel als auch mit Dr. Gusenbauer in ständigem Kontakt", so die Präsidentschaftskanzlei.

Der Pressesprecher des Bundespräsidenten teilte ergänzend mit, "dass von Seiten des Bundespräsidenten derzeit keine Überlegungen in Richtung Neuwahlen oder in Richtung Minderheitsregierung angestellt werden".

(apa/red)

31.10.2006 13:59