Verdächtiges Testergebnis: Slowenisches Rind mit BSE-Infektion in Graz entdeckt
- Tier wurde zur Schlachtung nach Österreich gebracht
Bei einem Ende Oktober in Graz geschlachtetem Rind aus Slowenien ist einen Infektion mit der Rinderkrankheit BSE festgestellt worden. Dies hat laut dem Büro von Agrarlandesrat Johann Seitinger die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit bestätigt. Der Landesrat erklärte, die Kontrollmechanismen hätten funktioniert.
Ein Viehhändler hatte die rund sechs Jahre alte Kuh am 30. Oktober gemeinsam mit anderen Rindern aus Slowenien zur Schlachtung nach Graz verbracht. Dort wurde sie, wie gesetzlich vorgesehen, einem BSE-Schnelltest unterzogen. Nachdem dieser Test ein verdächtiges Ergebnis erbracht hatte, wurden der "Schlachtkörper und die Schlachtnebenprodukte dieses Tieres vorläufig unter amtliche Sperre gestellt", so das Büro Seitinger.
Anschließend habe die Fachabteilung 8C des Landes Steiermark weitere Proben an das nationale BSE-Referenzlabor in Mödling übermittelt. Deren Ergebnisse lagen Samstagnacht vor, hieß es. Die slowenischen Veterinärbehörden wurden unverzüglich informiert, um die weiteren Veranlassungen im Herkunftsbetrieb treffen zu können.
"Es handelt sich eindeutig um ein Tier aus Slowenien, ein Land, in dem im Laufe der vergangenen Jahre bereits mehrere Fälle von BSE festgestellt worden sind. Da es sich eindeutig um einen "importierten" Fall handelt, gilt die Steiermark weiterhin als BSE-frei", so Landesrat Seitinger: "Eine Gefährdung heimischer Lebensmittel bzw. für die Konsumenten ist nicht gegeben, da sämtliche Tierkörperteile des betroffenen slowenischen Tieres sichergestellt wurden und verbrannt werden".
Sowohl von den Veterinärbehörden als auch vom betroffenen Schlachthof wurden umgehend alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. Die slowenischen Behörden hätten auf Grund der Informationen aus Österreich sofort reagiert und den betroffenen Herkunftsbetrieb unter amtliche Sperre gestellt.
(apa/red)
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