Schlag gegen Bankomatkarten-Gauner: Steirische Kriminalisten überführen Rumänen
- Mit nachgemachten Karten rund 450.000 abgehoben
Steirische Kriminalisten konnten einer Bande von Bankomatkarten-Betrügern auf die Schliche kommen. Ein bereits Mitte September bei einem Einbruch in ein Grazer Geschäft festgenommener Mann hat teilweise gestanden, Kassen für bargeldloses Zahlen manipuliert und sich so mit Komplizen die Codes von Kunden ergaunert zu haben. Mit den Codes und anderen Daten wurden dann Bankomatkarten hergestellt und in Italien, Frankreich und Spanien von Juli bis September 2006 rund 450.000 Euro abgehoben.
Der 38 Jahre alte Rumäne war in der Nacht zum 10. September bei einem Einbruch in Graz geschnappt worden. Der auf Manipulation von Bankomaten spezialisierte Mann war gerade dabei gewesen, einen solchen präparierten Kassenautomaten zu demontieren. Wie sich erst im Laufe der Ermittlungen herausstellte, ist der Verdächtige Mitglied einer fünfköpfigen Bande, die bisher durch Abhebungen mit gefälschten Karten einen Gesamtschaden von 450.000 Euro verursachte.
Der Rumäne dürfte seit Juli 2006 in mehreren Bundesländern bei Einbrüchen die Bankomaten der Geschäfte technisch umfunktioniert haben. Bei diesem technischen Eingriff, der vorerst immer unbemerkt blieb, wurden nach Einbau eines Speicherchip die Daten der Kunden kopiert. Nach kurzer Zeit wurde der Chip mit den auf diese Weise erlangten Daten bei einem zweiten Einbruch demontiert. Mit diesen Daten wurden dann neue Bankomatkarten hergestellt und Geldbehebungen zur Lasten der Kartenbesitzer durchgeführt. (apa/red)
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