Polizei muss frieren: Keine Winterpullover! Auftragsvergabe von Bewerber beeinsprucht
- Ministerium: Beamte sollen alte Pullover anziehen
Der Amtsschimmel hält sich nicht an Jahreszeiten. Diese Erfahrung müssen angesichts sinkender Temperaturen Exekutivbeamte machen, die als Konsequenz der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei am 1. Juli vergangenen Jahres zwar nach und nach neue Uniformen bekommen haben, aber noch keine Winterpullover. Der Grund: Einer der Bewerber hat den Zuschlag für die Vergabe des Auftrags beeinsprucht, wie es aus dem Innenministerium hieß.
"Dieser Einspruch muss jetzt vom Bundesvergabeamt geprüft werden", erläuterte Ministeriumssprecher Rudolf Gollia. Und so lange liegt der Auftrag zur Fertigung der Pullover auf Eis. Das Innenministerium habe vor rund zwei Wochen in einem Erlass an alle Dienststellen darauf hingewiesen, dass bis auf weiteres die alten Pullover getragen werden dürfen, sagte Gollia der APA.
Die alten Stücke wärmen, passen aber optisch nicht so recht zu den neuen Uniformen. Wann es die neuen Pullover geben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Und der Inhalt des Erlasses hat sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen. "Ich hab' einen 'privaten' Pullover angezogen", erklärte ein Polizist in Wien. "Das ist zwar nicht erlaubt, aber besser als zu frieren." (apa)
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