Österreichs Parlament wird "männlicher": Frauenanteil sinkt auf 31,1 Prozent
- Einzig der Grüne Klub mit weiblicher Mehrheit
- Am schlimmsten BZÖ & FPÖ: Eine bzw. zwei Frauen
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Der Frauenanteil des am 1. Oktober neu gewählte Nationalrats ist niedriger als am Beginn der letzten Legislaturperiode vor vier Jahren. Von den 183 Abgeordneten sind nur 57 Frauen. Der Frauenanteil ist damit von 35,3 Prozent im Jahr 2002 auf 31,1 Prozent gesunken.
Am "weiblichsten" ist der Grüne Klub. Zwölf der insgesamt 21 Abgeordneten sind Frauen, was einem Anteil von 57,1 Prozent entspricht. Der SPÖ-Klub liegt mit 35,3 Prozent knapp über dem Durchschnitt. Von den 68 roten Abgeordneten sind 24 weiblich.
Bei der ÖVP beträgt der Frauenanteil 27,3 Prozent: 18 der 66 Abgeordneten sind Frauen. Weit abgeschlagen sind BZÖ und FPÖ: Unter den sieben orangen Abgeordneten ist nur eine Frau (das ist ein Frauenanteil von 14,3 Prozent), von den 21 blauen Abgeordneten sind nur zwei weiblich. Damit liegt der Frauenanteil bei der FPÖ bei nur 9,5 Prozent.
Der Anteil der Frauen im Parlament ist sehr langsam gestiegen. Am Beginn der Zweiten Republik lag er bei rund fünf Prozent. Die Zehn- Prozent-Marke wurde erst 1986 übersprungen, die 20-Prozent-Marke 1994 und die 30-Prozent-Marke erst vor vier Jahren. (apa/red)
