Dienstag, 24. Oktober 2006

Affäre Elsner: Zelle statt Porsche

Noch fährt der Exbanker im Porsche. NEWS zeigt sein neues Wiener Zuhause.

Justizintern wird professionelle Gelassenheit zelebriert. „Helmut Elsner entkommt uns nicht mehr. Die Hauptverhandlung ist nur noch eine Frage der Zeit.“ Nachsatz: „Wir haben Signale aus Frankreich erhalten, wonach mit einer Entscheidung schon sehr bald zu rechnen ist.“

Kassationsgerichtshof. Das für den 71-jährigen Verdächtigen zuständige Gericht in Aix-en-Provence hat bekanntlich bereits vor drei Wochen entschieden, dem österreichischen Auslieferungsbegehren Folge zu leisten. Gegen diesen Grundsatzbeschluss hat Elsners französischer Anwalt Gérard Baudoux kein Rechtsmittel ergriffen.

Wohl aber wurde eingewendet, dass der angeblich schwer herzkranke Elsner – gegen den seit fast zwei Monaten ein europäischer Haftbefehl vorliegt – nicht transportfähig sei. Die Privatgutachten zweier französischer Kardiologen stellen in ihren Expertisen fest, dass eine Verbringung des Untersuchungshäftlings Elsner von Cannes nach Wien mit Lebensgefahr verbunden sei.

Ein von der französischen Justiz beauftragter Amtsarzt bejaht die Transportfähigkeit – im Ambulanzjet.

Am Donnerstag der Vorwoche genehmigte das Appellationsgericht von Aix Elsners Überstellung nach Wien. Elsners Anwalt berief dagegen und verlangt nun eine Entscheidung des Kassationsgerichts – des französischen Höchstgerichts.

Präzedenzfall. „Ein Rechtsmittel gegen einen rechtskräftigen Auslieferungsbescheid gab es in der französischen Justizgeschichte noch nie. Hier wird also ein Präzedenzfall geschaffen“, berichtet ein in die Causa involvierter Wiener Spitzenbeamter. „Wir rechnen aber mit einer prompten Gerichtsentscheidung.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

24.10.2006 16:53