US-Forschergruppe fand heraus: Frauen mit
Zwillingsschwester früher in Wechseljahren
- Gilt sowohl für ein- als auch für zweieiige Zwillinge
- Grund unbekannt: Möglicherweise Vererbung

Frauen, die eine Zwillingsschwester haben, neigen stärker zu verfrühten Wechseljahren als solche ohne Zwilling. Das gilt sowohl für eineiige als auch für zweieiige Zwillinge, berichtet eine Forschergruppe um Roger Gosden von der Universität New York in der Fachzeitschrift "Human Reproduction" (Online-Veröffentlichung).
Während verfrühte Wechseljahre - so genannte vorzeitige Ovarialinsuffizienz - normalerweise bei durchschnittlich einer von 100 Frauen auftritt, sind drei bis fünf von 100 Zwillingsschwestern davon betroffen, stellten die Wissenschafter fest.
Anhand von mehr als 800 weiblichen Zwillingspaaren und über 3.000 Einlingen untersuchten die Wissenschaftler, wie viele Frauen schon im Alter von 40 beziehungsweise 45 Jahren in die Wechseljahre (Menopause) kamen. Das Durchschnittsalter für die Menopause ist 50 bis 52 Jahre, berichtet Gosden. Warum vermehrt Zwillinge verfrüht in die Wechseljahren kommen könnten, ist nicht bekannt. Die Forscher vermuten, dass diese Neigung vererbt werden kann, da sie vermehrt bei Frauen auftritt, deren Mütter ebenfalls daran litten und da sie zudem oft beide Zwillingsschwestern betrifft.
(apa/red)
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