Neue Forschungserkenntnisse: Chronischer Alkoholismus verkleinert Gedächtniszentrum
- Hippocampus schrumpft durch schweres Trinken
- Auch Stress und Alzheimer führen zu selbem Effekt
·Süffig und gesund: Alkohol auch positiv
Ein oder zwei alkoholische
Getränke am Tag gesund
·EU legt verwässerte Anti-Alk-Strategie vor
Keine Rede mehr von Warnhinweisen & Preisen
·Ottakringer reagiert mit Scherz-Etiketten
Als "Demokratischer Akt gegen die Entmündigung"
Schweres und regelmäßiges Trinken verkleinert nach Erkenntnis von US-Forschern ein Hirnzentrum, das eine wichtige Rolle beim Lernen und Erinnern spielt. Das Team um Thomas Beresford von der Universität von Colorado wies anhand von Kernspinaufnahmen nach, dass Alkoholmissbrauch auf Dauer das Volumen des Hippocampus reduziert.
Damit steht dem Gehirn weniger Gewebe zur Weiterleitung neuen Wissens und neuer Eindrücke in das Langzeitgedächtnis zur Verfügung, erläutern die Forscher in der Novemberausgabe des Fachjournals "Alcoholism: Clinical & Experimental Research".
Der Hippocampus leidet allerdings auch unter chronischem Stress und der Alzheimer-Krankheit. Um allen Zweifeln aus dem Weg zu gehen, wählten die Forscher von der Universität von Colorado und der Johns- Hopkins-Universität in Baltimore nur Alkoholiker für ihre Studie aus, die nicht unter traumatischen Erlebnissen litten.
"Wenn wir eine Aufnahme vom Hirn eines Alkoholikers nahmen und darauf seinen Hippocampus maßen, fiel dieser durchgehend sehr viel kleiner aus als im Hirn von Kontrollpersonen", die nicht ständig große Mengen Alkohol zu sich genommen hatten, sagte Beresford. Als nächstes wollen die Forscher ermitteln, ob sich der Hippocampus wieder erholt, wenn ein Alkoholiker das Trinken aufgibt.
(APA/red)
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