Süffig und gesund: Alkohol verursacht
bei Männern nicht nur Schädelbrummen
- Moderater Genuss kann Herzinfarktrisiko mindern
- Ein oder zwei alkoholische Getränke am Tag gesund
·EU legt verwässerte Anti-Alk-Strategie vor
Keine Rede mehr von Warnhinweisen & Preisen
·Ottakringer reagiert mit Scherz-Etiketten
Als "Demokratischer Akt gegen die Entmündigung"
Gesunde Männer könnten von einem moderaten Alkoholgenuss profitieren. Einer neuen Studie zufolge haben Männer, die täglich ein oder zwei alkoholische Getränke zu sich nehmen, ein niedrigeres Herzinfarktrisiko als Männer, die überhaupt nicht trinken.
"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass moderater Alkoholgenuss eher als Ergänzung denn als Alternative zu anderen gesundheitserhaltenden Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Diät oder das Aufgeben des Rauchens gesehen werden könnte", stellte die vorgestellte Studie des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston aber klar. Der schützende Effekt könne aus dem Anstieg des so genannten "guten Cholesterins" im Blut durch Alkohol resultieren.
Für die Studie wurden die Daten von 9.000 Männern ausgewertet, deren Gesundheit im Rahmen einer Langzeitanalyse erfasst wurde. Die Probanden waren Nichtraucher, normalgewichtig und trieben täglich mindestens eine halbe Stunde Sport. Ihre Ernährung basierte vor allem auf Früchten, Gemüse, Fisch und mehrfach ungesättigten Fetten. Transfette und rotes Fleisch mieden sie dagegen weitgehend.
Zwischen 1986 und 2002 hatten 106 der 9.000 Männer einen Herzinfarkt. Aus der Gruppe, die täglich etwa zwei Gläser Alkohol trank, waren acht von 1.282 Männern betroffen. Von den Männern, die gar keinen Alkohol konsumierten, erlitten im gleichen Zeitraum 28 von 1.889 einen Herzanfall. Auch Kontrollgruppen, die sich mehr oder weniger als zwei Drinks täglich genehmigten, schnitten schlechter ab. Das niedrigste Risiko hatten den Autoren zufolge die Männer aus der Gruppe mit zwei alkoholischen Getränken pro Tag, das höchste dagegen die Abstinenzler.
Frühere Studien waren bereits zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Wegen der gesundheitlichen Nachteile durch starkes Trinken empfehlen Ärzte jedoch nicht generell Alkohol zu trinken.
(APA/red)
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